HyperVerse: Krypto-Betrug mit Prominenz und erfundenem CEO
Selbst wenn es nach einem seriösen Unternehmen aussieht, für das verschiedene Prominente werben: Wenn es mit Kryptowährungen zu tun hat, sollte man besser die Finger davon lassen. Das zeigt aktuell der Fall HyperVerse.
Dabei handelt es sich um einen Kryptofonds, der von dem australischen Unternehmer Sam Lee und seinem chinesischen Geschäftspartner Ryan Xu gegründet wurde. Beide waren zuvor bereits mit anderen Unternehmungen in dem Bereich aktiv und schienen hier durchaus ein neues Projekt mit einiger Substanz hochzuziehen.
Aus heutiger Sicht deutet allerdings einiges darauf hin, dass es sich schlicht um einen großen Betrug handelt, mit dem erneut tausende hoffnungsvolle Anleger um Millionen von Dollar gebracht wurden, wie aus einem Bericht des Guardian hervorgeht. In den Recherchen zu diesem zeigte sich beispielsweise, dass hier schlicht mit erfundenen Managern der Eindruck eines seriösen Unternehmens erzeugt werden sollte.
Nachfragen des Guardian ergaben allerdings, dass die Universitäten keine Person dieses Namens in ihren Akten stehen haben. Auch bei Handelsregistern und der Börsenaufsicht ist nichts zu finden, was auf Firmengründungen hinweist. Und in den öffentlichen Unterlagen Adobes, in denen ein börsennotiertes Unternehmen alle wichtigen Geschäftsvorgänge aufführen muss, ist auch kein Firmenkauf zu finden, der irgendwie passen könnte. Nicht einmal Social Media-Accounts oder irgendetwas anderes sind zu der Person zu finden - daher muss man davon ausgehen, dass es den Mann überhaupt nicht gibt.
Dass die Anleger auch nur einen Bruchteil ihres Geldes je wiedersehen werden, ist unwahrscheinlich. Denn formal agierte das Unternehmen zwar aus Australien, dort hatten Sam Lee und Ryan Xu aber schon ein Unternehmen namens Blockchain Global mit Millionen-Außenständen in die Insolvenz gebracht. Der Insolvenzverwalter stellte irgendwann fest, dass er nicht in der Lage sei, ein ordentliches Verfahren abzuwickeln, da sich die beiden Gründer im Ausland befinden und er keine Vorladungen zustellen könne.
Der Fall zeigt einmal mehr, dass Verbraucher besser darauf verzichten sollten, auf die Verlockungen schneller Gewinne mit Kryptowährungen hereinzufallen - selbst wenn wie im Falle HyperVerse bekannte Persönlichkeiten wie Steve Wozniak und Chuck Norris für sie werben. Allzu oft entpuppen sich diese Systeme schlicht als Betrug. Erschwerend kommt hinzu, dass in den zuständigen Behörden scheinbar noch immer die Fachkenntnis und Flexibilität fehlt, entsprechende Unternehmen schnell zu entlarven und potenzielle Anleger zu schützen.
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Aus heutiger Sicht deutet allerdings einiges darauf hin, dass es sich schlicht um einen großen Betrug handelt, mit dem erneut tausende hoffnungsvolle Anleger um Millionen von Dollar gebracht wurden, wie aus einem Bericht des Guardian hervorgeht. In den Recherchen zu diesem zeigte sich beispielsweise, dass hier schlicht mit erfundenen Managern der Eindruck eines seriösen Unternehmens erzeugt werden sollte.
Ein CEO, den es nicht gibt
So wurde von den Gründern im Dezember 2021 auf einer gestreamten Veranstaltung ein Mann namens Steven Reece Lewis als neuer Firmenchef präsentiert. Auch in verschiedenen Werbematerialien für den Kryptofonds pries man für dessen Erfahrungen in den Geschäften. Reece Lewis sei Absolvent der Universität Leeds und habe einen Master der Universität Cambridge, hieß es, und er habe bei Goldman Sachs gearbeitet, ein Webentwicklungsunternehmen an Adobe verkauft sowie ein IT-Startup gegründet, bevor er von der HyperTech-Gruppe angeworben wurde.Nachfragen des Guardian ergaben allerdings, dass die Universitäten keine Person dieses Namens in ihren Akten stehen haben. Auch bei Handelsregistern und der Börsenaufsicht ist nichts zu finden, was auf Firmengründungen hinweist. Und in den öffentlichen Unterlagen Adobes, in denen ein börsennotiertes Unternehmen alle wichtigen Geschäftsvorgänge aufführen muss, ist auch kein Firmenkauf zu finden, der irgendwie passen könnte. Nicht einmal Social Media-Accounts oder irgendetwas anderes sind zu der Person zu finden - daher muss man davon ausgehen, dass es den Mann überhaupt nicht gibt.
Dass die Anleger auch nur einen Bruchteil ihres Geldes je wiedersehen werden, ist unwahrscheinlich. Denn formal agierte das Unternehmen zwar aus Australien, dort hatten Sam Lee und Ryan Xu aber schon ein Unternehmen namens Blockchain Global mit Millionen-Außenständen in die Insolvenz gebracht. Der Insolvenzverwalter stellte irgendwann fest, dass er nicht in der Lage sei, ein ordentliches Verfahren abzuwickeln, da sich die beiden Gründer im Ausland befinden und er keine Vorladungen zustellen könne.
Der Fall zeigt einmal mehr, dass Verbraucher besser darauf verzichten sollten, auf die Verlockungen schneller Gewinne mit Kryptowährungen hereinzufallen - selbst wenn wie im Falle HyperVerse bekannte Persönlichkeiten wie Steve Wozniak und Chuck Norris für sie werben. Allzu oft entpuppen sich diese Systeme schlicht als Betrug. Erschwerend kommt hinzu, dass in den zuständigen Behörden scheinbar noch immer die Fachkenntnis und Flexibilität fehlt, entsprechende Unternehmen schnell zu entlarven und potenzielle Anleger zu schützen.
Zusammenfassung
- Vorsicht bei Krypto-Investitionen trotz Promi-Werbung
- HyperVerse-Fall deutet auf Betrug und Verluste hin
- Gründer Lee und Xu mit fragwürdiger Vergangenheit
- Guardian entlarvt erfundene Manager und Lebensläufe
- Universitäten und Adobe kennen "Steven Reece Lewis" nicht
- Anlegergeld-Rückgewinnung bei HyperVerse unwahrscheinlich
- Frühere Insolvenz von Lee und Xu erschwert Rechtsverfolgung
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