Riesiger Insektenschwarm stört summend eine Forschungs-Glasfaser
Wissenschaftler in Princeton im US-Bundesstaat New Jersey arbeiten eigentlich an Technologien, um Glasfaserleitungen als Detektoren für seismische Aktivitäten und andere Schwingungen zu verwenden - dabei wurden sie unfreiwillig Zeuge eines besonderen Naturschauspiels.
Dort verläuft eine Glasfaserleitung teils oberirdisch an Strommasten entlang, ein anderer Teil wurde unterirdisch verlegt. Durch die Glasfaser schickt man einen Laserstrahl, der am Ende der Strecke von einem kleinen Spiegel zurück zum Ausgangsort geschickt wird. Winzige Störungen im Signalverlauf dienen dazu, Schwingungen aufzuspüren - neben Erschütterungen des Erdreichs können das auch laute Geräusche sein, etwa ein vorbeifahrender Krankenwagen mit eingeschalteter Sirene.
Im Frühjahr 2021 tauchte dann aber plötzlich ein ziemlich konstantes Störgeräusch auf, dass man erst nicht zuordnen konnte. "Wir stellten fest, dass einige merkwürdige Dinge passierten", sagte Sarper Ozharar, ein Physiker der NEC Laboratories, die den Princeton-Teststand betreiben, gegenüber dem US-Magazin Wired. "Etwas, das nicht zugegen sein sollte. Überall war ein deutliches Frequenzsummen zu hören."
Die Population in Princeton unterliegt wegen ihrer Nähe zu Forschungseinrichtungen einer besonderen Aufmerksamkeit. Es ist allerdings schwer zu prognostizieren, in welchem Jahr genau der Schwarm ins Erwachsenen-Dasein wechselt. Die genaue Zeitspanne variiert vermutlich auf Grundlage verschiedener Umwelteinflüsse - dies unterliegt aber noch der genaueren Forschung. Klar dürfte allerdings sein, dass die Betreiber der Test-Glasfaser in den kommenden Jahren erst einmal nicht mit vergleichbaren Störungen rechnen müssen.
Siehe auch:
Geheimnisvolle Signale
Bereits seit einigen Jahren ist bekannt, dass externe Schwingungen sich auf Glasfaserleitungen auswirken und gemessen werden können. Dies wird bereits genutzt, um mit den großen Backbone-Strecken seismische Ereignisse wie die Verschiebung von Kontinentalplatten und Erdbeben in entlegenen Regionen zu detektieren. Die dafür genutzte Technologie wird unter anderem an der Versuchsanlage in Princeton weiterentwickelt.Dort verläuft eine Glasfaserleitung teils oberirdisch an Strommasten entlang, ein anderer Teil wurde unterirdisch verlegt. Durch die Glasfaser schickt man einen Laserstrahl, der am Ende der Strecke von einem kleinen Spiegel zurück zum Ausgangsort geschickt wird. Winzige Störungen im Signalverlauf dienen dazu, Schwingungen aufzuspüren - neben Erschütterungen des Erdreichs können das auch laute Geräusche sein, etwa ein vorbeifahrender Krankenwagen mit eingeschalteter Sirene.
Im Frühjahr 2021 tauchte dann aber plötzlich ein ziemlich konstantes Störgeräusch auf, dass man erst nicht zuordnen konnte. "Wir stellten fest, dass einige merkwürdige Dinge passierten", sagte Sarper Ozharar, ein Physiker der NEC Laboratories, die den Princeton-Teststand betreiben, gegenüber dem US-Magazin Wired. "Etwas, das nicht zugegen sein sollte. Überall war ein deutliches Frequenzsummen zu hören."
Lange Entwicklung
Es stellte sich heraus, dass die Signale von einem riesigen Zikadenschwarm stammten, der sich an den wärmer werdenden Tagen aus der Erde wühlte. Dabei ist es keineswegs so, dass man diesem Ereignis in jedem Jahr beiwohnen kann. Denn es handelt sich hier um eine Art von Singzikaden, die lange Zeit in verschiedenen Larvenstadien in der Erde leben und lediglich alle 13 bis 17 Jahre ihre adulte Form erreichen und sich dann paaren.Die Population in Princeton unterliegt wegen ihrer Nähe zu Forschungseinrichtungen einer besonderen Aufmerksamkeit. Es ist allerdings schwer zu prognostizieren, in welchem Jahr genau der Schwarm ins Erwachsenen-Dasein wechselt. Die genaue Zeitspanne variiert vermutlich auf Grundlage verschiedener Umwelteinflüsse - dies unterliegt aber noch der genaueren Forschung. Klar dürfte allerdings sein, dass die Betreiber der Test-Glasfaser in den kommenden Jahren erst einmal nicht mit vergleichbaren Störungen rechnen müssen.
Zusammenfassung
- Forscher in Princeton erleben ungewöhnliches Naturereignis
- Glasfaserleitungen zeigen externe Schwingungen auf
- Technik an Versuchsanlage in Princeton entwickelt
- Laserstrahl in Glasfaser detektiert Störungen
- Unbekanntes Summen durch Zikadenschwarm verursacht
- Singzikaden erscheinen nur alle 13 bis 17 Jahre
- Prognose des Zikadenschwarms wegen Umwelteinflüssen schwierig
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