Massive Klage: Meta soll Jugendliche bewusst abhängig machen
Der Social Media-Konzern Meta steht jetzt wegen seiner Geschäftspraktiken massiv unter Beschuss. Dutzende US-Bundesstaaten haben sich zusammengetan und ziehen gegen das Unternehmen vor Gericht, weil es die Gesundheit der Bürger gefährden soll.
Vorwiegend die leichter zu beeinflussenden jüngeren Nutzer würden durch die immer wieder aufploppenden Benachrichtigungen über neue Likes und Postings von Kontakten stark beeinflusst. Die Folge seien Störungen im Lernverhalten, Schlafstörungen und andere mentale Gesundheitsprobleme.
In der Klageschrift wird Meta vorgeworfen, sich dessen bewusst zu sein, dass Facebook und Instagram solche schädlichen Wirkungen nach sich zögen und ein Suchtpotenzial bergen. Dies würde aber willentlich ignoriert, um die Gewinne nicht zu begrenzen, die von den Social-Media-Plattformen abgeworfen werden.
Das Unternehmen stellte in einer ersten Erwiderung hingegen sein Engagement für den Schutz junger Nutzer in den Fokus. Man teile das Anliegen der Kläger und habe daher bereits über 30 verschiedene Tools entwickelt, mit denen die Nutzung der Plattformen sicherer gemacht werden könne. Daher bedauere man, dass die Staatsanwaltschaften den Weg der Konfrontation suchen, statt gemeinsam an besseren Lösungen zu arbeiten, hieß es.
Siehe auch:
- Meta-Konzern wegen Geschäftspraktiken von US-Bundesstaaten verklagt
- Vorwurf: Nicht ausreichende Aufklärung über Suchtgefahren
- Angeblich gezielte Strategien zur Bindung und Abhängigkeitserhöhung
- Folgen: gestörtes Lernverhalten, Schlafstörungen, Gesundheitsprobleme
- Vorwurf: Meta weiß um schädliche Wirkungen und Suchtpotenzial
- Belege in über 200-seitiger Klageschrift, Verführung für Profit
- Meta betont in Erwiderung Engagement für Schutz junger Nutzer
Lockende Likes
In der Klageschrift wird dem Konzern vorgeworfen, die Öffentlichkeit nicht ausreichend über die Suchtgefahren seiner Plattformen Facebook und Instagram aufzuklären. Im Gegenteil: Meta habe gezielt Modelle entwickelt, um insbesondere auch Kinder und Jugendliche länger auf den Social Media-Diensten zu binden und ihre Abhängigkeit zu erhöhen.Vorwiegend die leichter zu beeinflussenden jüngeren Nutzer würden durch die immer wieder aufploppenden Benachrichtigungen über neue Likes und Postings von Kontakten stark beeinflusst. Die Folge seien Störungen im Lernverhalten, Schlafstörungen und andere mentale Gesundheitsprobleme.
In der Klageschrift wird Meta vorgeworfen, sich dessen bewusst zu sein, dass Facebook und Instagram solche schädlichen Wirkungen nach sich zögen und ein Suchtpotenzial bergen. Dies würde aber willentlich ignoriert, um die Gewinne nicht zu begrenzen, die von den Social-Media-Plattformen abgeworfen werden.
Meta sieht es anders
Belege für die Folgen der Nutzung auf die Psyche und des Umgangs des Konzerns damit wurden von verschiedenen Staatsanwaltschaften gesammelt. Sie haben diese nun in einer über 200 Seiten langen Klageschrift zusammengefasst. Die Vorwürfe führen zu dem Fazit, dass Meta mächtige und noch nie zuvor dagewesene Technologien einsetzen würde, um Jugendliche zu verführen - einzig aus dem Motiv der Gewinnerzielung heraus.Das Unternehmen stellte in einer ersten Erwiderung hingegen sein Engagement für den Schutz junger Nutzer in den Fokus. Man teile das Anliegen der Kläger und habe daher bereits über 30 verschiedene Tools entwickelt, mit denen die Nutzung der Plattformen sicherer gemacht werden könne. Daher bedauere man, dass die Staatsanwaltschaften den Weg der Konfrontation suchen, statt gemeinsam an besseren Lösungen zu arbeiten, hieß es.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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