US-Wettbewerbsaufsicht will Amazon mit Monopolklage zerschlagen
Die US-Handelsaufsicht und die Generalstaatsanwaltschaften von über einem Dutzend Bundesstaaten haben Klage gegen Amazon eingereicht. Dem weltweit größten Online-Händler wird vorgeworfen, seine Marktmacht ausgenutzt zu haben, um Wettbewerber auszustechen.
In ihrer Klage (PDF) listet die FTC eine Vielzahl von Beispielen, mit denen Amazon seine Übermacht ausnutzt, um sich selbst zu bereichern, die Preise künstlich zu erhöhen und die Qualität des Online-Shoppings für zig Millionen Amerikaner verschlechtern soll. Gleichzeitig sind hunderttausende Firmen zwangsweise auf Amazon angewiesen, um die amerikanischen Kunden überhaupt zu erreichen, heißt es weiter.
Die FTC wirft Amazon unter anderem vor, Produkte von Händlern weniger prominent in seinem Algorithmus und damit in den Suchergebnisseiten der Kunden zu präsentieren, wenn diese auf anderen Plattformen günstiger angeboten werden. Tatsächlich ist dies Amazons wichtigstes Mittel, um die Anbieter diverser Produkte auf seiner Plattform zu gängeln, meint jedenfalls die FTC: Wer sich nicht an Amazons Regeln hält, muss damit rechnen, dass seine Produkte einfach in dem Meer von Angeboten auf der Plattform untergehen.
Die FTC will nun unter anderem eine Verfügung gegen Amazon erwirken, die dem Konzern sein illegales Verhalten verbietet. Außerdem will man offenbar eine Zerschlagung des Unternehmens erreichen, sodass Amazon Logistics von dem Konzern abgespalten wird. Durch einen solchen Schritt erhofft sich die FTC mehr Wettbewerb im Markt.
Kritiker werfen Amazon schon lange vor, nachweislich eine illegale Monopolstellung errungen zu haben. Vor allem kleinere Händler würden von einem Erfolg der Maßnahmen gegen Amazon profitieren. Weil bei einer größeren Zahl kleinerer Anbieter auch die Konkurrenz größer ist, könnten im Anschluss dann auch die Kunden profitieren, weil die Preise sinken, so die Argumentation.
Siehe auch:
FTC macht Ernst
Amazon bekommt riesigen Ärger mit den US-Behörden. Die Federal Trade Commission (FTC) hat zusammen mit insgesamt 17 US-Bundesstaaten Klage gegen Amazon eingereicht, weil das Unternehmen nach Angaben von FTC-Chefin Lina Khan eine "Reihe von Straf- und Zwangstaktiken eingesetzt hat", um seine Monopolstellung in mehreren Bereichen rechtswidrig aufrechtzuerhalten.In ihrer Klage (PDF) listet die FTC eine Vielzahl von Beispielen, mit denen Amazon seine Übermacht ausnutzt, um sich selbst zu bereichern, die Preise künstlich zu erhöhen und die Qualität des Online-Shoppings für zig Millionen Amerikaner verschlechtern soll. Gleichzeitig sind hunderttausende Firmen zwangsweise auf Amazon angewiesen, um die amerikanischen Kunden überhaupt zu erreichen, heißt es weiter.
Amazon will nichts falsch gemacht haben und dies beweisen
Amazon dementierte jedes Fehlverhalten und erklärte, dass die Klage der FTC sowohl mit Blick auf die Fakten als auch im Bezug auf die Gesetzgebung falsch sei und man dies gern vor Gericht nachweisen werde. Im Grunde will die FTC eine Zerschlagung bzw. Aufspaltung von Amazon bewirken und verhindern, dass der US-Onlinehändler weiterhin an seinen, nach Meinung der Wettbewerbshüter, illegalen Methoden festhalten kann.Die FTC wirft Amazon unter anderem vor, Produkte von Händlern weniger prominent in seinem Algorithmus und damit in den Suchergebnisseiten der Kunden zu präsentieren, wenn diese auf anderen Plattformen günstiger angeboten werden. Tatsächlich ist dies Amazons wichtigstes Mittel, um die Anbieter diverser Produkte auf seiner Plattform zu gängeln, meint jedenfalls die FTC: Wer sich nicht an Amazons Regeln hält, muss damit rechnen, dass seine Produkte einfach in dem Meer von Angeboten auf der Plattform untergehen.
FTC will Amazon zur Abspaltung der Logistik zwingen
Amazon soll laut der FTC auch auf illegale Art und Weise Kontrolle darüber ausüben, welche Produkte über seine Logistikzentren schneller verfügbar sind und zum Beispiel per Prime-Shopping geordert werden können. Außerdem behauptet die FTC, dass der Konzern seine eigenen Produkte unrechtmäßig zu prominent in seiner Suchfunktion platziert.Die FTC will nun unter anderem eine Verfügung gegen Amazon erwirken, die dem Konzern sein illegales Verhalten verbietet. Außerdem will man offenbar eine Zerschlagung des Unternehmens erreichen, sodass Amazon Logistics von dem Konzern abgespalten wird. Durch einen solchen Schritt erhofft sich die FTC mehr Wettbewerb im Markt.
Kritiker werfen Amazon schon lange vor, nachweislich eine illegale Monopolstellung errungen zu haben. Vor allem kleinere Händler würden von einem Erfolg der Maßnahmen gegen Amazon profitieren. Weil bei einer größeren Zahl kleinerer Anbieter auch die Konkurrenz größer ist, könnten im Anschluss dann auch die Kunden profitieren, weil die Preise sinken, so die Argumentation.
Zusammenfassung
- US-Handelsaufsicht und Generalstaatsanwaltschaften klagen gegen Amazon
- Vorwurf: Ausnutzung der Marktmacht und rechtswidrige Aufrechterhaltung des Monopols
- Amazon dementiert Fehlverhalten und will Klage vor Gericht widerlegen
- FTC strebt Zerschlagung oder Aufspaltung von Amazon an
- Vorwurf: Benachteiligung von Händlern, die woanders günstiger anbieten
- FTC will Verfügung gegen Amazon und Zerschlagung des Unternehmens erreichen
Siehe auch:
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
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