Smartphones: Schlechtestes Jahr seit einer Dekade - außer für Apple

Der Smartphone-Markt leidet nach wie vor besonders unter den Auswirkungen der weltweit schlechten wirtschaftlichen Stimmung. Marktforscher gehen jetzt davon aus, dass das Jahr 2023 so geringe Verkaufszahlen bringen wird, wie schon seit über 10 Jahren nicht mehr.
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China erholt sich nicht wie erwartet

Gerade China sorgt mit einer weiter sinkenden Nachfrage für Probleme im Smartphone-Markt. Weil die Wirtschaftslage in China derzeit schlechter wird, geben die dortigen Kunden weniger Geld für Smartphones aus. Gerade der riesige chinesische Markt war aber mit Blick auf die Stückzahlen der jährlich verkauften Geräte zuletzt immer der Hoffnungsträger.

Mittlerweile kämpft man dort mit einer Deflation und steigenden Arbeitslosenzahlen. Dadurch sinkt die Nachfrage für Smartphones und andere Elektronikprodukte, was bei den weltweit zuletzt ebenfalls schwachen Zahlen für eine weitere Verschlechterung der Lage im Smartphone-Bereich sorgt. Dies geht aus einer Schätzung hervor, die das Marktforschungsunternehmen CounterPoint Research jüngst veröffentlicht hat. CounterPoint Research: Smartphone-Verkaufszahlen 2014-2023 CounterPoint Research: Smartphone-Verkaufszahlen 2014-2023 Die Analysten gehen davon aus, dass in diesem Jahr ein Rückgang der Smartphone-Verkäufe um rund sechs Prozent zu erwarten ist. Insgesamt sollen 2023 rund 1,15 Milliarden Geräte verbaut werden, heißt es. Der wichtige Motor Asien falle weg, weil die wirtschaftliche Entwicklung in China sich nicht wie erwartet gebessert habe, so CounterPoint.

Auch in den USA würden sich die Kunden mit dem Kauf neuer Geräte zurückhalten, sodass sie ihr vorhandenes Smartphone immer seltener ersetzen. Der Abstand zwischen den Smartphone-Käufen der einzelnen Kunden sei zuletzt auf ein Rekordniveau gestiegen, hieß es weiter. Die US-Netzbetreiber hätten in diesem Jahr so wenige Geräte verkauft wie schon lange nicht mehr.

Apple sei als einziger Hersteller gut aufgestellt, was die Aussicht auf Geräte-Upgrades auf Kundenseite angeht. Während andere Hersteller um jeden einzelnen Kauf ringen müssten, sei es bei Apple üblich, dass die iPhone-Besitzer ohnehin nur innerhalb des Apple-Ökosystems auf neue Geräte umsteigen. Die Zahl der iPhone 12-Modelle, die derzeit noch im Markt sind, sei enorm groß, sodass Apple auf eine große Zahl von Kunden hoffen könne, die mit dem iPhone 15 ein Upgrade vornehmen wollen, so CounterPoint Research weiter.

Zusammenfassung
  • Smartphone-Markt leidet unter schlechter weltweiter Wirtschaftsstimmung
  • 2023 erwartet man niedrigste Verkaufszahlen seit über 10 Jahren
  • Sinkende Nachfrage in China verschärft Probleme im Smartphone-Markt
  • Deflation und steigende Arbeitslosenzahlen in China drücken Nachfrage
  • Analysten erwarten Rückgang der Smartphone-Verkäufe um rund 6%
  • US-Kunden halten sich ebenfalls mit Neukäufen zurück
  • Apple als einziger Hersteller gut aufgestellt für Geräte-Upgrades
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