Astronomen beobachten eine neue Art des Sterbens von Sternen
Zu den verschiedenen Methoden, nach denen ein Stern sterben kann, gesellt sich nun eine weitere Variante. Diese konnten Astronomen jetzt erstmals beobachten, als sie der Ursache für einen Gammastrahlenausbruch auf den Grund gehen wollten.
Das Ereignis fiel den Forschern bereits im Jahr 2019 auf. Normalerweise dauern Gammastrahlenausbrüche etwa zwei Sekunden und entstehen, wenn Sterne kollabieren. "Auf hundert Ereignisse, die in das traditionelle Klassifizierungsschema von Gammastrahlenausbrüchen passen, kommt mindestens ein Sonderling, der uns aus der Bahn wirft", so Wen-fai Fong, Mitautor der Studie und Assistenzprofessor für Physik und Astronomie am Weinberg College of Arts and Sciences der Northwestern University.
Mit solch einem Sonderling hatte man es hier nun zu tun, denn der Ausbruch dauerte etwa eine Minute lang an. Nach einer anfänglichen Beobachtung durch das Swift-Observatorium, zogen die Wissenschaftler weitere Instrumente heran. Die Astronomen verbrachten Monate damit, das verblassende Nachleuchten der Gamma-Quelle zu beobachten. Dazu nutzten sie das internationale Gemini-Observatorium, das nordische optische Teleskop und das Hubble-Weltraumteleskop.
Bisherige Ausbrüche kannte man vor allem, wenn große Sterne am Ende ihrer Lebenszeit in einer Supernova vergingen, oder wenn ein Doppelsternsystem durch solch einen Vorfall instabil wurde und hier ein Neutronenstern mit einem aktiven Begleiter zusammenfiel. "Das Fehlen einer Supernova, die den langen GRB 191019A begleitet, sagt uns, dass es sich bei diesem Ausbruch nicht um einen typischen Kollaps eines massereichen Sterns handelt", so die Mitautorin der Studie Jillian Rastinejad.
Dabei sind die langen Gammaausbrüche nicht das einzige Phänomen, das hier entstehen dürfte. Die Astronomen gehen auch davon aus, dass solche Kollisionen großer, aktiver Sterne auch Gravitationswellen hervorbringen müssten, die auf der Erde registriert werden können.
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Mit solch einem Sonderling hatte man es hier nun zu tun, denn der Ausbruch dauerte etwa eine Minute lang an. Nach einer anfänglichen Beobachtung durch das Swift-Observatorium, zogen die Wissenschaftler weitere Instrumente heran. Die Astronomen verbrachten Monate damit, das verblassende Nachleuchten der Gamma-Quelle zu beobachten. Dazu nutzten sie das internationale Gemini-Observatorium, das nordische optische Teleskop und das Hubble-Weltraumteleskop.
Quelle für mehr
Die Beobachtungen enthüllten die stellare Todesszene im überfüllten Herzen einer Galaxie in etwa 3 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Dort beobachtete man, wie die Sterne in der unmittelbaren Umgebung des zentralen Schwarzen Lochs so dicht gedrängt waren, dass die miteinander kollidierten. Es handelte sich um die erste Beobachtung, bei der aktive Sonnen ineinander flogen und so einen gigantischen Gammastrahlenausbruch verursachten.Bisherige Ausbrüche kannte man vor allem, wenn große Sterne am Ende ihrer Lebenszeit in einer Supernova vergingen, oder wenn ein Doppelsternsystem durch solch einen Vorfall instabil wurde und hier ein Neutronenstern mit einem aktiven Begleiter zusammenfiel. "Das Fehlen einer Supernova, die den langen GRB 191019A begleitet, sagt uns, dass es sich bei diesem Ausbruch nicht um einen typischen Kollaps eines massereichen Sterns handelt", so die Mitautorin der Studie Jillian Rastinejad.
Dabei sind die langen Gammaausbrüche nicht das einzige Phänomen, das hier entstehen dürfte. Die Astronomen gehen auch davon aus, dass solche Kollisionen großer, aktiver Sterne auch Gravitationswellen hervorbringen müssten, die auf der Erde registriert werden können.
Zusammenfassung
- Gammastrahlenausbruch dauerte eine Minute statt üblicher 2 Sekunden.
- Beobachtet wurde eine stellare Todesszene im überfüllten Herzen einer Galaxie.
- Sterne kollidierten und verursachten Gammastrahlenausbruch.
- Keine Supernova begleitete den Ausbruch.
- Kollisionen großer Sterne könnten auch Gravitationswellen erzeugen.
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