Bisher größter Gammablitz leuchtete fast eine ganze Galaxie aus
Astronomen haben den bisher wohl größten Gammastrahlenausbruch (GRB) registriert. Dieser ereignete sich glücklicherweise rund zwei Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt und durchdrang den größten Teil seiner Galaxie.
Fast wäre das Ereignis den Forschern durch die Lappen gegangen - denn das Neil Gehrels Swift-Observatorium, ein Weltraumteleskop zur Beobachtung solcher Blitze - befand sich aus der Perspektive des GRB noch im Schatten der Erde. Als der Satellit aber ein Stück weiter geflogen war, fing er die Daten des Ereignisses auf, das offiziell als GRB 221009A in die Kataloge einging - und inoffiziell als BOAT (Brightest Of All Time) bezeichnet wird.
"Wir hatten wirklich Glück, so etwas zu sehen. Wir schätzen, dass so helle Ereignisse etwa alle tausend Jahre auftreten", erklärte Röntgenastronom Phil Evans von der Universität von Leicester. "Genauso wie Zeitlupenkameras Details über Bewegungen aufdecken, können wir durch die Aufteilung unserer Daten in kleine Zeitabschnitte sehen, wie sich der GRB verändert, und mehr lernen."
GRBs bringen aber nicht nur Erkenntnisse über das Schicksal solcher Riesen mit sich. Sie sorgen auch dafür, dass Gas- und Staubwolken in unserer Galaxie wie von hinten mit einer Taschenlampe durchleuchtet werden. Das bietet Forschern teilweise eine einzigartige Möglichkeit, deren Zusammensetzung genauer zu analysieren.
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"Wir hatten wirklich Glück, so etwas zu sehen. Wir schätzen, dass so helle Ereignisse etwa alle tausend Jahre auftreten", erklärte Röntgenastronom Phil Evans von der Universität von Leicester. "Genauso wie Zeitlupenkameras Details über Bewegungen aufdecken, können wir durch die Aufteilung unserer Daten in kleine Zeitabschnitte sehen, wie sich der GRB verändert, und mehr lernen."
Wertvolle Daten
Denn noch immer gibt es viele Unklarheiten darüber, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit es zu solchen gigantischen Ausbrüchen von Gammastrahlen kommt. Hier wird immerhin plötzlich so viel Energie freigesetzt, wie unsere Sonne in rund 10 Milliarden Jahren abgibt. Falls sich in der näheren kosmischen Umgebung eines solchen Ereignisses Leben entwickelt hat, dürfte dieses nur wenig Chancen auf eine Zukunft haben. Man geht davon aus, dass der Ursprung in Supernovae äußerst massereicher Sterne zu finden ist.GRBs bringen aber nicht nur Erkenntnisse über das Schicksal solcher Riesen mit sich. Sie sorgen auch dafür, dass Gas- und Staubwolken in unserer Galaxie wie von hinten mit einer Taschenlampe durchleuchtet werden. Das bietet Forschern teilweise eine einzigartige Möglichkeit, deren Zusammensetzung genauer zu analysieren.
Siehe auch:
Zusammenfassung
- Astronomen registrieren größten GRB, 2 Milliarden Lichtjahre von Erde entfernt.
- Neil Gehrels Swift-Observatorium empfängt Daten des Ereignisses.
- Forscher hatten Glück, Ereignis zu sehen, alle tausend Jahre auftretend.
- Ursprung in Supernovae äußerst massereicher Sterne.
- GRBs bringen Erkenntnisse über Schicksal solcher Riesen und Wolkenanalyse.
- Gas- und Staubwolken werden durch GRB-Licht durchleuchtet.
- Einzigartige Möglichkeit, Zusammensetzung zu analysieren.
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