Unsicher: Behörde spricht Warnung vor digitalem Türschloss aus
Smarte Türschlösser sollen den Zugang zu Wohnungen, Häuser und Unternehmen bequemer machen - und eigentlich auch vor dem Zugriff durch Unbefugte schützen. Dass Funkschlösser aber ausgetrickst werden können, macht jetzt eine Warnung einer deutschen Behörde deutlich.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat heute eine Warnung veröffentlicht, die über eine Schwachstelle des ABUS Funk-Türschlossantriebs "HomeTec Pro CFA3000" informiert. Dieses Funk-Türschloss ist laut einer Überprüfung des BSI nicht sicher und sollte dringend ausgetauscht werden.
Wie es derzeit aussieht, ist nur das Funkschloss ABUS HomeTec Pro CFA3000 betroffen. Einzelheiten über die Sicherheitslücke wurden nicht bekannt.
"Durch Schwachstellen in solchen Funk-Türschlössern wird die Hauptfunktion der Produkte nicht nur kompromittiert, sondern ins Gegenteil verkehrt, da diese Sicherheitslücken gezielt von Unbefugten ausgenutzt werden können", so BSI-Präsident Arne Schönbohm.
Angreifer vor Ort kann die Sicherheitslücke ausnutzen
Wer ein HomeTec Pro CFA3000 im Einsatz hat, sollte also dringend handeln. Die Sicherheitslücke des Türschlosses führt nach Erkenntnissen des BSI dazu, dass ein potenzieller Angreifer das Schloss selbst entriegeln kann. Dazu muss er sich nur in der Nähe befinden und die Schwachstelle ausnutzen. Unbefugte könnte sich somit schnell und unbemerkt Zugang zu Gebäuden, Büroräumen oder Wohnungen verschaffen, warnt das BSI.Wie es derzeit aussieht, ist nur das Funkschloss ABUS HomeTec Pro CFA3000 betroffen. Einzelheiten über die Sicherheitslücke wurden nicht bekannt.
Hintergrund
ABUS ist ein bekannter deutscher Hersteller für Sicherheits- und Haustechnik und seit Jahren im Bereich Smarthome mit zahlreichen Produkten aktiv. Für das Produkt HomeTec Pro CFA3000 gibt es laut Hersteller mittlerweile seit über einem Jahr einen Nachfolger auf dem Markt, der die Schwachstelle nicht mehr aufweist. Dabei setzt ABUS nun für HomeTec Pro auf Bluetooth statt auf Funk. Das sichere Nachfolgemodell ist dabei laut Hersteller unter anderem an einer beiliegenden Keycard mit einem QR-Code zu erkennen. Die neue Ausführung hat zudem das Bluetooth-Logo auf dem Produkt und auf der Verpackung."Durch Schwachstellen in solchen Funk-Türschlössern wird die Hauptfunktion der Produkte nicht nur kompromittiert, sondern ins Gegenteil verkehrt, da diese Sicherheitslücken gezielt von Unbefugten ausgenutzt werden können", so BSI-Präsident Arne Schönbohm.
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