Breitbandmessung: Zahlreiche User können Provider-Rechnung senken
Die deutschen Internet-Nutzer nehmen ihr neues Recht, bei mangelhaften Internet-Verbindungen die monatlichen Zahlungen an den Provider zu reduzieren, rege in Anspruch. Das dafür bereitgestellte Mess-Tool der Bundesnetzagentur kommt häufig zum Einsatz.
Die Behörde sammelt bereits seit längerer Zeit Daten aus der Praxis. Aufgrund derer hat sie schon mehrfach bemängelt, dass zahlreiche Nutzer nicht die Bandbreiten bereitgestellt bekommen, die ihnen im Vertrag mit dem jeweiligen Provider versprochen werden. Dagegen gab es bisher kaum eine Handhabe, was sich allerdings zu Beginn dieses Jahres änderte.
Die Zugangsanbieter müssen jetzt in den Vertragsunterlagen nicht nur klarstellen, welche maximale Bandbreite dem Nutzer bereitgestellt wird. Auch Angaben zu einer minimalen und einer normalerweise verfügbaren Geschwindigkeit müssen hier vermerkt sein. Wenn die tatsächliche Bandbreite entweder dauerhaft oder aber zumindest wiederholt in signifikantem Umfang davon abweicht, müssen die Verbraucher auch nicht den vollen vereinbarten Betrag für ihren Internet-Zugang bezahlen.
Die Netzbetreiber sprechen davon, dass relativ wenige Kunden mit Auswertungen von Messreihen auf sie zugekommen seien. Angesichts von Millionen Nutzern, die beispielsweise bei der Telekom oder Vodafone unter Vertrag sind, ist dies auch tatsächlich der Fall. Angesichts des Aufwands sind die 15.000 abgeschlossenen Kampagnen aber doch eine durchaus signifikante Zahl, die aufzeigt, dass es bei den Breitband-Anbindungen hierzulande noch immer gravierende Probleme gibt.
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Die Zugangsanbieter müssen jetzt in den Vertragsunterlagen nicht nur klarstellen, welche maximale Bandbreite dem Nutzer bereitgestellt wird. Auch Angaben zu einer minimalen und einer normalerweise verfügbaren Geschwindigkeit müssen hier vermerkt sein. Wenn die tatsächliche Bandbreite entweder dauerhaft oder aber zumindest wiederholt in signifikantem Umfang davon abweicht, müssen die Verbraucher auch nicht den vollen vereinbarten Betrag für ihren Internet-Zugang bezahlen.
Umfangreiche Messungen
Wie die Bundesnetzagentur jetzt gegenüber der Nachrichtenagentur DPA mitteilte, seien seit dem Dezember insgesamt bereits 15.000 Messkampagnen abgeschlossen worden. Denn um einen Anspruch auf Beitragsminderung zu bekommen, reicht eine einmalige Messung nicht aus. Stattdessen müssen insgesamt 30 Tests über einen Zeitraum von mindestens drei Tagen hinweg durchgeführt werden. Dreimal so viele Messreihen seien außerdem gestartet, aber nicht vollständig abgeschlossen worden.Die Netzbetreiber sprechen davon, dass relativ wenige Kunden mit Auswertungen von Messreihen auf sie zugekommen seien. Angesichts von Millionen Nutzern, die beispielsweise bei der Telekom oder Vodafone unter Vertrag sind, ist dies auch tatsächlich der Fall. Angesichts des Aufwands sind die 15.000 abgeschlossenen Kampagnen aber doch eine durchaus signifikante Zahl, die aufzeigt, dass es bei den Breitband-Anbindungen hierzulande noch immer gravierende Probleme gibt.
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