Bundeskartellamt: Razzien bei mehreren deutschen Kabelherstellern
Bei mehreren Unternehmen in Deutschland stand gestern die Polizei vor der Tür und winkte mit Durchsuchungsanordnungen. Sie waren dabei im Auftrag des Bundeskartellamtes unterwegs, das illegale Absprachen unter Kabelherstellern vermutet.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA bestätigte ein Sprecher der Behörde am gestrigen Abend, dass mehrere Firmenstandorte betroffen waren. Um wie viele Unternehmen es dabei aber genau ging oder gar um welche es sich handelt, wurde nicht näher ausgeführt. Die Verdachtsmomente würden sich den Angaben zufolge allerdings nicht nur auf die Produzenten von Kabeln erstrecken, sondern auch über andere Firmen und Branchenverbände.
Ein Name ist in dieser Angelegenheit trotzdem bekannt geworden: Der Nürnberger Zulieferer der Automobilindustrie Leoni teilte von sich aus mit, dass die Firmenbüros auf Weisung des Bundeskartellamtes durchsucht wurden. Zugrunde lägen dem Vorwürfe, verschiedene Kabel-Hersteller hätten bei der Berechnung so genannte Metallzuschläge - also Preise auf bestimmte Materialien - miteinander koordiniert. "Die Leoni AG kooperiert mit den Behörden und wird die Vorwürfe prüfen", hieß es in der Stellungnahme.
Das Kartellamt hält sich in der Sache bisher noch relativ bedeckt, was nahelegt, dass man bisher noch keine hinreichenden Belege hatte, um einen öffentlichen Vorwurf gegen die Branche zu rechtfertigen. Es ist allerdings anzunehmen, dass man in der nächsten Zeit noch mehr von der Sache hören wird.
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Ein Name ist in dieser Angelegenheit trotzdem bekannt geworden: Der Nürnberger Zulieferer der Automobilindustrie Leoni teilte von sich aus mit, dass die Firmenbüros auf Weisung des Bundeskartellamtes durchsucht wurden. Zugrunde lägen dem Vorwürfe, verschiedene Kabel-Hersteller hätten bei der Berechnung so genannte Metallzuschläge - also Preise auf bestimmte Materialien - miteinander koordiniert. "Die Leoni AG kooperiert mit den Behörden und wird die Vorwürfe prüfen", hieß es in der Stellungnahme.
Umfang bisher unklar
Womöglich sind die noch bestehenden Geschäftsbereiche von der ganzen Sache aber gar nicht betroffen, was die zügige Offenheit erklären kann. Denn Leonie hat sich vor einiger Zeit von seiner Kabel-Produktion getrennt und setzt seitdem vor allem auf die Entwicklung von Bordnetzen für Automobile. Somit dürfte es den Ermittlern eher um Beweise für weiter zurückliegende Ereignisse gegangen sein.Das Kartellamt hält sich in der Sache bisher noch relativ bedeckt, was nahelegt, dass man bisher noch keine hinreichenden Belege hatte, um einen öffentlichen Vorwurf gegen die Branche zu rechtfertigen. Es ist allerdings anzunehmen, dass man in der nächsten Zeit noch mehr von der Sache hören wird.
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