USA plant nach massiven Hacks Gesetz zur Offenlegung von Lösegeld

Mit dem neuen "Ransom Disclosure Act" sollen Opfer von Ransomware-Angriffen in den Vereinigten Staaten verpflichtet werden, Zahlungen an Hacker zu melden. Der neue Gesetzesvorschlag sieht vor, dass das innerhalb von 48 Stunden geschehen muss.
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Der "Ransom Disclosure Act" geht damit auf die seit vielen Monaten gehäuften Angriffe auf Unternehmen ein, die durch sogenannte Ransomware geschädigt werden. Das berichtet das Online-Magazin Bleeping Computer. Der neue Vorstoß soll dabei für mehr Transparenz sorgen. Bei Ransomware-Angriffen kommt es oft zu doppelten Schäden: Nicht nur, dass Unternehmen für die Freigabe ihrer Daten bezahlen - die Hacker haben auch Zugriff auf sehr sensible Informationen.


Dass die Zahlung der Lösegeld-Forderungen dabei keine Garantie ist, dass die Daten nicht dennoch öffentlich werden, zeigen verschiedene Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit. Der "Ransom Disclosure Act" kann so etwas natürlich nicht verhindern. Die Politik will damit aber zumindest sicherstellen, dass Geschädigte sich schnell melden, damit unter anderem das Heimatschutzministerium (DHS) schneller eingreifen kann.

Behörden wollen wirksamere Präventionsstrategien entwickeln

Ransomware-Angriffe nehmen trotz der vielfältigen Bemühungen zur Bekämpfung des Problems zu. Mehr darüber zu erfahren, wie das Geld im Untergrund zirkuliert, könnte den Behörden helfen, wirksamere Unterbrechungs- und Präventionsstrategien zu entwickeln.

Die Opfer von Ransomware (mit Ausnahme von Einzelpersonen) sollen daher verpflichtet werden, Informationen über Lösegeldzahlungen spätestens 48 Stunden nach der Zahlung offenzulegen. Dazu gehören dann auch Details über die Höhe des geforderten und gezahlten Lösegelds, der Art der Währung und aller bekannten Informationen über die Lösegeldforderung. Der Ansatz, die Opfer zu zwingen, Zahlungen an die Hacker offenzulegen, ist stets umstritten gewesen, da viele glauben, dass dies lediglich dazu führen würde, die Auswirkungen von Ransomware-Angriffen zu verschärfen.

Diese Strategie könnte dazu führen, dass sich die Unterbrechung des Geschäftsbetriebs verlängert und die Wiederherstellung des normalen Betriebs aufgrund der zusätzlichen Prüfung verzögert.

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