Intel: UEFI/Firmware-Updates zukünftig ohne Rechner-Neustart
Intel arbeitet daran, Rechner zukünftig mit Firmware-Updates auszustatten, ohne dass ein Neustart des Systems notwendig wird. "Intel Seamless Update" heißt das Feature, für das bereits Code von Intel bereitgestellt wird.
Vor allem Aktualisierungen für das UEFI will man zukünftig komplett unterbrechungsfrei einspielen können, berichtet Phoronix. Solch ein Feature richtet sich natürlich weniger an die Nutzer von PCs und Notebooks, die ihre Geräte ohnehin gelegentlich neu starten. Vielmehr nimmt Intel hier die Betreiber kritischer Server-Systeme ins Visier, für die jede Auszeit ein echtes Problem darstellt. Das gilt insbesondere in Bereichen, in denen Hochverfügbarkeit bestimmter Systeme garantiert werden muss.
Mit dem Intel Seamless Update wäre es diesen dann vor allem möglich, schnell und flexibel auf Sicherheitsprobleme reagieren zu können. Hier muss dann also nicht mehr abgewogen werden, ob die Folgen einer Downtime schwerer wiegen als das Risiko eines Malware-Angriffs. Stattdessen könnten Patches einfach eingespielt werden und würden sofort Wirkung entfalten. Aber auch sonstige Fehlerkorrekturen und Performance-Optimierungen lassen sich so problemlos in das System einspielen.
Dass Intel an den genannten Features arbeitet, konnten interessierte Beobachter im Grunde bereits zuvor erkennen. Denn im August stellte der Konzern schon ein Whitepaper in seiner Firmware-Community zur Verfügung, in dem die technischen Grundlagen umrissen wurden.
Siehe auch:
Mit dem Intel Seamless Update wäre es diesen dann vor allem möglich, schnell und flexibel auf Sicherheitsprobleme reagieren zu können. Hier muss dann also nicht mehr abgewogen werden, ob die Folgen einer Downtime schwerer wiegen als das Risiko eines Malware-Angriffs. Stattdessen könnten Patches einfach eingespielt werden und würden sofort Wirkung entfalten. Aber auch sonstige Fehlerkorrekturen und Performance-Optimierungen lassen sich so problemlos in das System einspielen.
Linux-Kernel angepasst
Vorbereitet wird die Einführung des Features derzeit unter anderem in der Übermittlung der nötigen Kernel-Erweiterungen an die Linux-Community. Da die meisten Server ohnehin auf dem freien Betriebssystem laufen, ist dies der wichtigste Schritt. Aktuell gibt es keine weitergehenden Angaben dazu, ob auch die Hersteller verschiedener anderer Server-Betriebssysteme mit den entsprechenden Codes versorgt werden - was allerdings anzunehmen ist.Dass Intel an den genannten Features arbeitet, konnten interessierte Beobachter im Grunde bereits zuvor erkennen. Denn im August stellte der Konzern schon ein Whitepaper in seiner Firmware-Community zur Verfügung, in dem die technischen Grundlagen umrissen wurden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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