Apple-Übernahme verspricht viel für Klassik-Fans, hinterlässt aber Lücke

Apple hat Primephonic übernommen, ein Unternehmen, das sich auf die Aufbereitung von klassischer Musik für das digitale Zeitalter spezialisiert hat. Alle bisherigen Dienste und Features werden in Apple Music und eine neue App integriert, das kann aber eine Weile dauern.

Apple kauft sich Know-How für einen Vorstoß bei klassischer Musik

Primephonic hatte sich als Streaming-Service mit hoher Audioqualität, spezialisiert auf Klassik, einen Namen gemacht. Das Unternehmen bietet dabei mehr als eine digitale Abspielplattform. Mit erweiterten Such- und Browse-Funktionen, Kuratierungen durch Experten sowie umfangreiche kontextbezogene Details zu Repertoire und Aufnahmen werden den Nutzern hier viele zusätzliche Anreize geboten - auf die Nutzer jetzt aber ziemlich prompt wohl erst einmal verzichten müssen.

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Wie Primephonic in der Ankündigung zur Übernahme schreibt, arbeitet man mit Apple daran, ein neues "erstaunliches klassisches Musikerlebnis" zu entwickeln. Mit einer Veröffentlichung ist nicht vor Anfang des nächsten Jahres zu rechnen, das Ende des Streaming-Angebots kommt dagegen deutlich schneller: "Leider wird der Primephonic-Dienst ab dem 7. September vom Netz genommen", so das Unternehmen.

Aktuelle Abonnenten erhalten eine Rückerstattung und sollen in einer entsprechenden E-Mail informiert werden. Hier finden bisherige Nutzer des Dienstes dann auch noch ein kleines Trostpflaster: einen Code für 6 Monate Apple Music, der muss allerdings bis zum 30. November eingelöst werden.

Apple beschreibt die Zukunft

Apple betont, dass man sich mit Primephonic die perfekte Basis für ein runderneuertes Klassik-Erlebnis innerhalb des eigenen Musik-Dienstes ins Haus holt. Zum Start sollen Primephonic-Playlisten und exklusive Audio-Inhalte in Apple Music einfließen. "In den kommenden Monaten" werden dann "Browsing- und Suchfunktionen nach Komponisten und Repertoire, detaillierten Anzeigen von Metadaten klassischer Musik sowie neuen Funktionen und Vorteilen" folgen. Die Pläne fürs nächste Jahr: Eine "spezielle App für klassische Musik", die auf dem Know-How aufbaut.


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