Jeff Bezos eskaliert weiter:
Streit um Mond-Programm geht vor Gericht

Das Mond-Programm der US-Raumfahrt dürfte sich weiter verzögern - denn Amazon-Gründer Jeff Bezos will seine Niederlage in der Ausschreibung für die Entwicklung der Landefähre nicht hinnehmen und bringt die Sache vor ein Bundesgericht.
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NASA
Die staatliche Raumfahrtagentur NASA hatte den Auftrag an SpaceX vergeben. Das Unternehmen Elon Musks zeigte immerhin bereits bei verschiedenen Entwicklungs-Projekten, dass man in der Lage ist, termingerecht und preiswert zu liefern. Der Konkurrent Blue Origin, hinter dem Bezos steht, ging hingegen leer aus. Und auch eine entsprechende Beschwerde brachte letztlich nichts ein.

Trotzdem ist der Amazon-Gründer weiterhin fest davon überzeugt, dass die NASA die eingereichten Bewerbungsunterlagen nicht korrekt bewertet hat. Die Anwälte Blue Origins reichten nun eine Klage ein, um ihrem Unternehmen vielleicht doch noch eine kleine Chance zu erhalten, an den Großauftrag zu gelangen, berichtete The Verge.

Große Preisunterschiede

Seitens der NASA hat man dieser Eskalation aber durchaus auch Vorschub geleistet - denn eigentlich war ohnehin vorgesehen, dass Aufträge an zwei Anbieter vergeben werden. So wollte man die Chancen steigern, dass zum geplanten Mondflug-Termin im Jahr 2024 auf jeden Fall ein System fertig ist. Dann aber entschied man sich aus Kostengründen, doch besser nur ein Projekt auszuwählen. Angesichts von Milliarden-Kosten für die Forschung an der Landefähre und deren Bau ist das durchaus nachvollziehbar.

Für Blue Origin sieht es hingegen so aus, als hätte die NASA in SpaceX einen Liebling gefunden, mit dem man auf Gedeih und Verderb zusammenarbeiten will. Allerdings wirken bereits die veranschlagten Kosten ziemlich eindeutig. SpaceX will im Grunde ein Mondflug-System entwickeln, das auf dem bereits vorhandenen Starship-Design basiert. Dafür wurden seitens des Unternehmens 2,9 Milliarden Dollar veranschlagt. Die Bezos-Firma hingegen rechnet damit, dass Entwicklung und Bau ihres Blue Moon-Systems rund 5,9 Milliarden Dollar kosten wird. Dafür verspricht Blue Origin aber ein weniger komplexes und entsprechend auch weniger fehleranfälliges Konzept.

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