Flüssiges Wasser auf dem Mars: Sensationsfund hält Prüfung nicht stand

2018 hatte die Meldung für Euphorie gesorgt, dass sich große Mengen flüssigen Wassers am Südpol des Mars finden. Jetzt lassen mehrere Wissenschaftler Zweifel an der Sensation aufkommen. Die "Mars-Seen" sind wohl besser ohne flüssiges Wasser zu erklären.

Es wäre ein harter Schlag nach sehr großer Euphorie

Flüssiges Wasser ist auf der Marsoberfläche nicht zu Hause, würde es sich doch nach wenigen Momenten in der ultradünnen Atmosphäre in Dampf verwandeln. Umso mehr Aufregung hatte eine Meldung von italienischen Wissenschaftlern im Jahr 2018 verursacht, die Hinweise auf riesige unterirdische Ansammlungen unter der Eiskappe am Südpol des Mars gefunden hatten, die euphorisch als flüssiges Wasser interpretiert wurden. Teile der Wissenschaftsgemeinde hatten sogar über mögliche Lebensräume für Mikroben spekuliert. Jetzt gerät die Theorie zu den Mars-Seen aber ins Wanken. Mars: Wassereis am SüdpolBunte Punkte: als flüssiges Wasser interpretiert, wahrscheinlich aber Ton "Nach einer genaueren Untersuchung der Daten und Experimenten in einem Kälte-Labor hier auf der Erde glauben einige Wissenschaftler nun, dass die Signale möglicherweise von Ton und nicht von Wasser verursacht werden", so die NASA in einem aktuellen Bericht. Demnach wurden alleine im letzten Monat drei neue wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die deutliche Zweifel an der Wasser-Hypothese hegen.

Ihren Anfang nahmen die Arbeiten dabei alle bei der "Internationalen Konferenz über Polarforschung und Erkundung des Mars". Hier waren kurz nach der Veröffentlichung der Sensationsdaten 80 führende Wissenschaftler zusammengekommen, um wichtige Bausteine der Theorie wie thermische Wärme und nötigen Salzgehalt des Wassers genau zu untersuchen. Mars: Wassereis am SüdpolEisschichten am Südpol des Mars, in der Nähe findet sich Smektit

Wasser weniger wahrscheinlich

Für eine erste Auswertung hatte der US-Wissenschaftler Jeffrey Plaut 44.000 Radarechos von der Basis der Polkappe aus 15 Jahren Mars-Daten analysiert. Das Ergebnis: Viele der Signale, die als Hinweis auf flüssiges Wasser interpretiert worden waren, befinden sich deutlich zu nah an der Oberfläche. Damit liegen diese in einem Temperaturbereich, "wo es zu kalt sein sollte, damit das Wasser flüssig bleibt".

Eine mögliche Erklärung brachten dann zwei weitere Experimente der Forscher Carver Bierson und Isaac Smith. Bierson hatte zunächst in einer aufwendigen Analyse die Ton-Gruppe Smektit als besten Alternativ-Kandidaten für die Signale ausgemacht. Von Smith wurde der Ton dann in einem Kälte-Labor auf minus 50 Grad heruntergekühlt und auf seine Eigenschaften überprüft. Das Resümee der NASA: "Die jüngsten Veröffentlichungen bieten plausible Erklärungen, die logischer sind als flüssiges Wasser."

Der Forscher Jeffrey Plaut zeigt sich hier in seiner Analyse noch etwas zurückhaltender: "Die ursprüngliche Arbeit hat nicht bewiesen, dass es sich um Wasser handelt, und diese neuen Arbeiten beweisen nicht, dass es nicht so ist. Aber wir versuchen, die Möglichkeiten so weit wie möglich einzugrenzen." Weltraum, Raumfahrt, Nasa, Weltall, Mars, Planet, Comic, Sterne, Planeten, Sternenhimmel, Nachthimmel, Ufo, Sternschnuppen, exoplanet, außerirdische, Marsmission, Mars-Basis, Marsboden, Mars Science City, Mars Base, Mars Base Alpha, Marsoberfläche Weltraum, Raumfahrt, Nasa, Weltall, Mars, Planet, Comic, Sterne, Planeten, Sternenhimmel, Nachthimmel, Ufo, Sternschnuppen, exoplanet, außerirdische, Marsmission, Mars-Basis, Marsboden, Mars Science City, Mars Base, Mars Base Alpha, Marsoberfläche
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