Amazon: Corona-Lage entspannt sich, der Boom im Online-Handel endet
Der Handelskonzern Amazon hat bei seinen Aktionären für schwindende Euphorie gesorgt - obwohl man ja nur eine absehbare Tatsache äußerte: Da sich vor allem in vielen westlichen Ländern die Pandemie-Lage entschärft, wird der Online-Handel nicht mehr boomen.
Amazons Versandhandels-Geschäft ging in den letzten Monaten durch die Decke - immerhin hielten sich viele Verbraucher an die Kontaktbeschränkungen und ohnehin waren weite Teile des Einzelhandels geschlossen oder konnten nur mit Hürden besucht werden. Das sorgte für eine enorme Flut an Bestelleingängen bei den Online-Shops - allen voran natürlich beim Marktführer Amazon.
Im abgeschlossenen zweiten Quartal hatte das Unternehmen noch eine Umsatzsteigerung um 27 Prozent auf 113,1 Milliarden Dollar verbucht. Und obwohl die Bewältigung der Bestellflut enorme Ausgaben für das operative Geschäft erforderlich machten - immerhin hat Amazon binnen kurzer Zeit hunderttausende Lager-Arbeiter eingestellt und umfangreiche Maßnahmen getroffen, damit die Logistikzentren nicht aufgrund von Masseninfektionen stillgelegt werden - übertraf man beim Gewinn die Erwartungen: Statt 12,28 Dollar wurden 15,12 Dollar pro Aktie erreicht.
Bei den Anlegern kam die Prognose auf die kommende Entwicklung nicht besonders gut an. Die Amazon-Aktie stürzte erst einmal ein Stück ab. Damit ist das Unternehmen wieder ein Stück weiter davon entfernt, nach Apple und Microsoft ebenfalls die Marktkapitalisierung von 2 Billionen Dollar zu knacken.
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Im abgeschlossenen zweiten Quartal hatte das Unternehmen noch eine Umsatzsteigerung um 27 Prozent auf 113,1 Milliarden Dollar verbucht. Und obwohl die Bewältigung der Bestellflut enorme Ausgaben für das operative Geschäft erforderlich machten - immerhin hat Amazon binnen kurzer Zeit hunderttausende Lager-Arbeiter eingestellt und umfangreiche Maßnahmen getroffen, damit die Logistikzentren nicht aufgrund von Masseninfektionen stillgelegt werden - übertraf man beim Gewinn die Erwartungen: Statt 12,28 Dollar wurden 15,12 Dollar pro Aktie erreicht.
Aktie schmiert ab
Schon im laufenden Quartal wird man aber kaum noch einen so hohen Umsatz erreichen. Die Analysten hatten hier eine Zielvorgabe von 118,7 Milliarden Dollar gesetzt. Das Management selbst geht allerdings eher von einem Wert zwischen 106 Milliarden und 112 Milliarden Dollar aus. Ziemlich unklar ist darüber hinaus auch die Lage bei der Gewinnentwicklung: Hier sind im operativen Geschäft Überschüsse zwischen 2,5 Milliarden und 6 Milliarden Dollar möglich, hieß es.Bei den Anlegern kam die Prognose auf die kommende Entwicklung nicht besonders gut an. Die Amazon-Aktie stürzte erst einmal ein Stück ab. Damit ist das Unternehmen wieder ein Stück weiter davon entfernt, nach Apple und Microsoft ebenfalls die Marktkapitalisierung von 2 Billionen Dollar zu knacken.
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