Audacity: Nach Verkauf sammelt das beliebte Audio-Tool Nutzerdaten
Der Open-Source Audio-Editor Audacity ist nach wie vor eines der beliebtesten Tools seiner Art, doch jetzt gibt es Diskussionen um den Umgang des neuen Eigners Muse Group mit dem Projekt. Offenbar nimmt es der Käufer nicht so genau mit dem Schutz der Privatsphäre der Nutzer.
Nachdem die Muse Group das Tool Audacity übernommen hat, haben die neuen Eigner die Datenschutzbestimmungen für die Software angepasst und dabei offenbar einfach die gleichen Standard-Regeln eingeführt, wie sie für andere Produkte des Unternehmens gelten. Offensichtlich hat man sich dabei aber nicht mit den Feinheiten der Open-Source-Welt auseinandergesetzt, so dass jetzt eine kleine Welle der Empörung über GitHub und Reddit durch das Internet rollt.
Kritik hagelt es nun nicht nur wegen Verstößen gegen die Gnu Public License, unter der Audacity eigentlich stehen soll, sondern auch wegen Sorgen bezüglich der möglichen Weitergabe der gesammelten Nutzerdaten an Dritte, darunter auch Werbetreibende. Außerdem wird bemängelt, dass die Muse Group bei der Erhebung der Daten mit einem außerhalb Europas ansässigen Dienstleister zusammenarbeitet, so dass Daten der User nicht nur nach Russland, sondern auch in die USA gelangen könnten.
Die Audacity-Community hat als Teil ihrer allergischen Reaktion auf die geänderten Datenschutzbestimmungen auch schon erste Forks des Tools erstellt, die gemäß den Open-Source-Richtlinien ohne die neuen Sammelmaßnahmen daherkommen. Entsprechende Repositories bei GitHub ermöglichen den Download der "guten" Versionen der Software.
Vom Open-Source-Liebling zur Datenkrake?
Wie auf der Audacity-Website seit Anfang Juli nachzulesen ist, stimmt der Anwender bei der Verwendung der Software zu, dass dabei Daten erfasst werden, die der "Rechtsdurchsetzung" dienen können. Dazu gehört unter anderem, dass Audacity unter Umständen den IP-basierten Standort des Nutzers übermittelt und außerdem Daten über das verwendete Betriebssystem erfasst. Hinzu kommen Inhalte, die für "Strafverfolgung, Rechtsstreitigkeiten und Anfragen von Behörden" von Relevanz sein können, wobei man in den öffentlichen Angaben keine Details dazu nennt.Kritik hagelt es nun nicht nur wegen Verstößen gegen die Gnu Public License, unter der Audacity eigentlich stehen soll, sondern auch wegen Sorgen bezüglich der möglichen Weitergabe der gesammelten Nutzerdaten an Dritte, darunter auch Werbetreibende. Außerdem wird bemängelt, dass die Muse Group bei der Erhebung der Daten mit einem außerhalb Europas ansässigen Dienstleister zusammenarbeitet, so dass Daten der User nicht nur nach Russland, sondern auch in die USA gelangen könnten.
Die Audacity-Community hat als Teil ihrer allergischen Reaktion auf die geänderten Datenschutzbestimmungen auch schon erste Forks des Tools erstellt, die gemäß den Open-Source-Richtlinien ohne die neuen Sammelmaßnahmen daherkommen. Entsprechende Repositories bei GitHub ermöglichen den Download der "guten" Versionen der Software.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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