Upgrade für Planetenjagd: Experiment könnte Blick deutlich schärfen

Wissenschaftler tasten sich immer weiter an die habitable Zone anderer Sterne heran. Jetzt wurde eine ressourcenschonende Methode vorgestellt, mit der womöglich der erste direkten Nachweis eines Planeten in diesem dünnen Orbit des Lebens geführt werden konnte.

Die Suche nach Exoplaneten bekommt ein Upgrade

Exoplaneten zu entdecken, war für Astrologen lange ein Wunschtraum und in den 1980er Jahren erstmals gelungen. In den letzten Jahre konnte die Liste der bekannten Exoplaneten durch neue Instrumente wie Kepler extrem erweitert werden. Viele der aktuell über 4000 bekannten Himmelskörper dieser Art entfallen in die Kategorie der gigantischen Welten, die sich auf weiten Orbits um junge Sterne drehen - Größe, Position und Temperatur machen den Nachweis hier einfacher, was auch erste direkte Beobachtungen ermöglicht hatte. Jetzt wurde eine optische Methode vorgestellt, die die Augen der Wissenschaftler für die Suche nach kleineren Planeten in engeren Laufbahnen um fremde Sonnen entscheidend schärfen können soll.


Wie ein Team von Wissenschaftlern der University of Arizona rund um den Studienleiter Kevin Wagner in der Fachzeitung Nature schreibt, hatte man für die Beobachtung des Doppelsternsystem-Nachbar Alpha Centauri das Experiment NEAR (New Earths in the AlphaCen Region) entwickelt. Das Vorhaben: In Kollaboration mit der Europäischen Südsternwarte (ESO) mit einem eigens für diesen Zweck entwickelten Instrument ganz gezielt die habitable Zone nach Spuren eines Planeten absuchen. "Konkret soll NEAR zeigen, dass massearme Exoplaneten in einer praktischen, aber beispiellosen Beobachtungszeit (~100 h) abgebildet werden können."

Ein vorsichtiger Erfolg

Der entscheidende Durchbruch konnte dabei mit einem Upgrade der Mittelinfrarot-Kamera (VISIR) erreicht werden, die einen Fokus auf mittlere Infrarot-Wellenlängen von ~10 µm erlaubte. Im Vergleich mit Beobachtungen im sichtbaren Licht sind die anvisierten Ziele in diesem Bereich des Spektrums leichter zu entdecken, da hier Unterschiede zwischen Planet und Stern deutlicher hervortreten. Der Lohn: In den seit 2016 gesammelten Daten finden die Wissenschaftler ein Signal, das stark auf einen Exoplaneten am Rande der habitablen Zone hindeutet - das wäre der erste direkte Nachweis dieser Art. Allerdings bleibt man vorsichtig: "ein instrumentelles Artefakt unbekannter Herkunft ist aktuell nicht auszuschließen".

Wenn sich die Entdeckung allerdings bestätigt, verspricht die neue Methode eine kleine Revolution für diesen Bereich. Eine deutlich geringere Beobachtungszeit und die Möglichkeit der Nutzung bodengestützter Teleskope könnte die Durchforstung der habitablen Zonen der Nachbar-Sonnensysteme nach Exoplaneten auf ganz neue Füße stellen.

Am Ende liefern die Wissenschaftler in ihrem Papier noch eine sehr schöne allgemeine Begründung, warum sich die aufwendige Suche nach Exoplaneten für die Menschheit weiter lohnt: "Ein Hauptanliegen der modernen Astronomie ist die Suche nach Welten, die der Erde potenziell ähnlich sind. Solche Welten würden uns helfen, die Zusammenhänge unseres eigenen Planeten zu verstehen und würden selbst zu Zielen der Suche nach Leben außerhalb des Sonnensystems werden." Nasa, Planet, exoplanet, Transiting Exoplanet Survey Satellite Nasa, Planet, exoplanet, Transiting Exoplanet Survey Satellite NASA
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