Zelda-Serie à la Game of Thrones:
Nintendo stoppte Projekt nach Leak

Nintendo wollte offenbar wirklich eine Realfilm-Version einer Serie rund um die Spieleserie "Legend of Zelda" produzieren lassen, die auf Netflix zu sehen sein sollte. Daraus wurde jedoch nichts, weil Nintendo in letzter Minute wegen eines Leaks die Reißleine zog.
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Nintendo
Eigentlich ist es schon fast sechs Jahre her, dass diese Geschichte ihr abruptes Ende fand, doch erst jetzt wurden einige Details bekannt. So gab es bereits im Februar 2015 einen Bericht der Zeitung Wall Street Journal, laut dem Nintendo zusammen mit Netflix an einer Adaption von Zelda mit echten Schauspielern arbeitete. Der Artikel stützte sich auf eine mit dem Vorhaben eng vertraute Person.

Nintendo reagierte allergisch auf Leak

Die Zelda-Serie bei Netflix erschien jedoch letztlich nie. Jetzt wird klar, warum aus dem Vorhaben nie etwas wurde. In einem YouTube-Interview mit dem US-Comedian Adam Conover, der früher Teil des Teams von College Humor war, erzählt dieser fast schon beiläufig, dass Nintendo in letzter Minute wegen der Vorabberichte des Wall Street Journals den Stecker zog.

So habe man bei College Humor seinerzeit einen Sketch rund um die Charaktere Star Fox und Fantastic Mr. Fox geplant. Sogar der Zelda-Erfinder Shigeru Miyamoto habe die Pläne mit dem Team diskutiert. Kurze Zeit später sei das Vorhaben jedoch abrupt abgeblasen worden, wobei Conover von seinen Vorgesetzten erfuhr, was genau passiert war.

Angeblich hatte ein Mitarbeiter von Netflix sich gegenüber den Journalisten vom WSJ verplappert und durchblicken lassen, dass Nintendo an einer Adaption von Zelda in Form einer Serie im Stil von Game of Thrones mit Ausrichtung auf ein Familienpublikum plante. Nintendo reagierte, wie so oft, höchst allergisch und gab kurzerhand das gesamte damals laufende Programm zur Adaption von Spielethemen in Film- oder Serienproduktionen auf.

Nintendo ist bekannt dafür, dass man stark darauf bedacht ist, das eigene geistige Eigentum unter allen Umständen zu schützen. Vor allem bei der Weitergabe von Franchises an Drittparteien ist man äußerst vorsichtig. Auf der anderen Seite ist das Interesse an Spiele-Adaptionen aufgrund der großen Popularität von Gaming-Themen riesig, so dass stets auch wirtschaftliche Interessen locken.
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