Auch Amazon baut Podcast-Bereich jetzt mit großer Übernahme aus
Auch bei Amazon ist man jetzt zu dem Schluss gekommen, dass es eine große Bereicherung für die eigenen Content-Angebote wäre, wenn man einen großen, eigenen Podcast-Bereich bereitstellen kann. Dafür wurde nun Wondery übernommen.
Dabei handelt es sich um eines der größten bisher unabhängigen Podcast-Netzwerke in den USA. Unter dem Dach von Wondery gibt es unter anderem Formate wie "Dirty John", "Dr. Death", "Business Wars" und "The Shrink Next Door", die auch hierzulande ihre Anhänger haben. Diese sollen zukünftig unter dem Amazon Music-Service bereitgestellt werden.
Amazon hatte diesen im letzten Herbst mit einer eigenen Podcast-Rubrik ausgestattet. Durch die Integration von Wondery soll das Segment zukünftig deutlich attraktiver werden. Über den Kaufpreis wurde zwischen den Parteien zwar Stillschweigen vereinbart, allerdings schätzen US-Medien, dass Amazon um die 300 Millionen Dollar überwiesen hat.
Auf jeden Fall versucht Amazon mit dem Schritt ein Stück weit zu Spotify aufzuschließen. Der führende Musik-Streamer hat schon vor einiger Zeit begonnen, erfolgreiche Podcasts auf seine Plattform zu ziehen. Zusätzlich bietet man auch einige exklusive Produktionen in dem Bereich an, bei denen es sich dann streng genommen nicht mehr um richtige Podcasts handelt. Immerhin definiert sich das Format über die freie Verfügbarkeit per RSS-Abonnement.
Für die Produzenten sind die Streaming-Plattformen dabei eine zweischneidige Sache. Diese stecken oft viel Zeit in die Sendungen und kommen irgendwann an einen Punkt, an dem die Finanzierung eine wichtige Frage wird - und hier fällt von Seiten der Streaming-Dienste meist etwas ab. Auf der anderen Seite verliert man aber auch die Unabhängigkeit und wenn sich die Beziehungen zum jeweiligen Plattform-Betreiber verschlechtern ist ein Abschied nicht so einfach möglich, wenn man dabei riskiert, einen großen Teil der Hörerschaft zu verlieren.
Amazon hatte diesen im letzten Herbst mit einer eigenen Podcast-Rubrik ausgestattet. Durch die Integration von Wondery soll das Segment zukünftig deutlich attraktiver werden. Über den Kaufpreis wurde zwischen den Parteien zwar Stillschweigen vereinbart, allerdings schätzen US-Medien, dass Amazon um die 300 Millionen Dollar überwiesen hat.
Wirtschaftlich erfolgreich
Die oftmals als Hobby-Projekte gestarteten Sendungen sind insbesondere für die größeren Podcaster längst zum Lebensunterhalt geworden. Wondery soll im letzten Jahr auf einen Umsatz von über 40 Millionen Dollar gekommen sein, wobei hier rund 75 Prozent aus der Werbevermarktung kommen. Wie die Vermarktungsmodelle nun unter Amazon weitergeführt werden und ob die zu Wondery gehörenden Podcasts weiter frei empfangbar sein werden, ist nicht ganz klar.Auf jeden Fall versucht Amazon mit dem Schritt ein Stück weit zu Spotify aufzuschließen. Der führende Musik-Streamer hat schon vor einiger Zeit begonnen, erfolgreiche Podcasts auf seine Plattform zu ziehen. Zusätzlich bietet man auch einige exklusive Produktionen in dem Bereich an, bei denen es sich dann streng genommen nicht mehr um richtige Podcasts handelt. Immerhin definiert sich das Format über die freie Verfügbarkeit per RSS-Abonnement.
Für die Produzenten sind die Streaming-Plattformen dabei eine zweischneidige Sache. Diese stecken oft viel Zeit in die Sendungen und kommen irgendwann an einen Punkt, an dem die Finanzierung eine wichtige Frage wird - und hier fällt von Seiten der Streaming-Dienste meist etwas ab. Auf der anderen Seite verliert man aber auch die Unabhängigkeit und wenn sich die Beziehungen zum jeweiligen Plattform-Betreiber verschlechtern ist ein Abschied nicht so einfach möglich, wenn man dabei riskiert, einen großen Teil der Hörerschaft zu verlieren.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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