Facebook will mit CTRL-Modul ans Nervensystem der Nutzer andocken

Facebook arbeitet derzeit unter anderem auch aktiv daran, zukünftig direkt an das Gehirn seiner Nutzer andocken zu können. Fortschritte an neuronalen Schnittstellen zeigte man, zumindest intern, den Mitarbeitern.
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An die grundlegende Technologie kam Facebook im vergangenen Jahr durch die Übernahme des Startups CTRL-labs. Dieses entwickelt ein System, das im Gegensatz zu vielen anderen Technologien dieser Art nicht mit einer Kopfbedeckung voller Sensoren arbeitet. Vielmehr werden die Nerven-Impulse, mit denen Bewegungs-Signale an die Muskeln gegeben werden, am Handgelenk gemessen und in Aktionen im virtuellen Raum übersetzt.

Den aktuellen Entwicklungsstand zeigte Facebook jetzt während seiner traditionellen Jahresend-Veranstaltung, die nur Beschäftigten des Unternehmens offensteht, wie BuzzFeedNews berichtet. Laut Technik-Chef Mike Schroepfer könne das System zukünftig genutzt werden, um auch andere Eingabe- und Steuerungs-Systeme zu schreiben oder virtuelle Objekte zu halten. Das System der CTRL-labs wäre im Grunde eine gute Ergänzung zu den VR-Systemen von Oculus, um mit virtuellen Umgebungen zu interagieren.

Eine Welt in Stichpunkten

Eine komplette Neuentwicklung, der Facebook einen eigenen Präsentations-Teil widmete, soll Nutzern Informationen in mundgerechten Stückchen servieren. Das Tool namens TLDR ist nach einem Meme benannt: "Too long; didn't Read" (Zu lang, nicht gelesen). Es soll die Inhalte von Nachrichten-Texten automatisiert in wenigen Stichpunkten zusammenfassen. Dafür soll ein entsprechendes KI-System sorgen.

Erste Reaktionen liefen hier auf die ironische Frage hinaus, was dabei schon schiefgehen könne. Immerhin steht hier zu vermuten, dass selbst Sachverhalte mit mittelmäßiger Komplexität zu weit eingedampft werden, dass im besten Falle noch Schlagzeilen im Boulevard-Stil herauskommen. Die Verbindung mit der Diskussions-Kultur auf der Facebook-Plattform lässt dabei schlimme Folgen erahnen. Zumal es gut sein kann, dass die KI ihre Arbeit als besonders erfolgreich bewertet, wenn die gelieferten Kurzinhalte viele Interaktionen - also einen umfassenden Kommentar-Flameware - hervorrufen.

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