Photokina: Aus für die globale Leitmesse für Fotografie beschlossen

Schon für Mai hatte die Messe Köln die Photokina 2020 abgesagt - nun sieht es so aus, als ob traditionsreiche Foto-Messe nicht noch einmal stattfinden wird. Ganz endgültig ist das zwar noch nicht, aber es sieht nicht gut aus.
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Köln Messe
Dass in diesem Jahr durch die Corona-Pandemie zahlreiche klassischen Messen mit Publikumsverkehr abgesagt wurden, war ein weise Entscheidung - doch im Fall der Photokina Köln sieht es nun so aus, als ob die Absage nun eine "Dauerlösung" wird. Wie der Veranstalter heute recht überraschend mitteilte, wird die Messe "bis auf Weiteres ausgesetzt". In einer Mitteilung hieß es, dass die Rückgänge im Imagingmarkt den Messebetreiber zu diesem hartem Schnitt nach 70 Jahren Photokina zwingen. Dabei sah es in den vergangenen Jahren eher ganz positiv aus - zumindest, was die Zukunftsfähigkeit dank neuer Konzepte und den Wechsel des Veranstaltungsrhythmus angeht.


Weltpremieren auf der Photokina

Die Photokina galt dabei über Jahrzehnte hinweg als die globale Leitmesse für Fotografie und Fotoprodukte aller Art. Sie diente als wichtige Plattform und Bühne. 1964 wurde zum Beispiel der erste Super-8-Film bei der Photokina vorgestellt, 1972 das neue Format des Pocketfilms mit entsprechenden Kameras. Der Standort Köln war entsprechend auch bei den Gästen aus der ganzen Welt beliebt. Die letzte Messe fand im Herbst 2018 statt. Nach der Absage für die in diesem Mai geplante Veranstaltung hätte es normalerweise dann im Jahr 2022 weitergehen sollen, doch die Kölner Messe AG zieht nun einen Schlussstrich.

Die ganze Branche schwächelt

"Die Rahmenbedingungen der Branche bieten leider aktuell keine tragfähige Basis der internationalen Leitmesse für Foto, Video und Imaging", sagt Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. "Dieser harte Schnitt nach einer 70-jährigen gemeinsamen Geschichte ist uns sehr schwergefallen. Die Entwicklung der Branche, mit der uns stets eine enge und vertrauensvolle Partnerschaft verbunden hat, schmerzt uns sehr. Aber wir stellen uns der Sachlage mit einer klaren, ehrlichen Entscheidung gegen die Fortsetzung der Veranstaltung, die leider für uns ohne Alternative ist."
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