Memory Glasses: Unbewusstes Lernen per Display
Richard W. De Vaul vom Massachusetts Institute of Technology in Boston hat eine
Art "Gedächtnis-Brille" vorgestellt. Das Gerät besitzt einen Bildschirm, auf dem
sich für Bruchteile von Sekunden Informationen darstellen lassen. Verbunden sind
die so genannten Memory Glasses mit einem Computer von der Größe und
Leistungsfähigkeit eines PDA. Dieser sendet Informationen und Bilder an das
Display und soll so die Gedächtnisleistung fördern.
Unterschwellige Werbung als Vorbild
De Vaul nutzt für die Gedächtnisstütze das Prinzip der subliminalen Botschaften,
die die Werbe-Branche in den frühen 90-er Jahren in amerikanischen Kinos
erfolgreich testete. Dabei wurden während eines Films für Bruchteile von
Sekunden Logos und Produkte einer großen Fast-Food-Kette eingeblendet. Die
Bilder wurden nur unbewusst wahrgenommen, kurbelten aber im Feldversuch die
Umsätze nach dem Kino-Besuch an. Die Methode war so erfolgreich, dass sie für
den Einsatz in der Werbung verboten wurde.
Gedächtnis-Hilfe auch für ältere Menschen
In einigen Jahren könnte der Prototyp in Serie gehen. De Vaul sieht Menschen,
die sich in kurzer Zeit besonders viel merken müssen, als Zielgruppe. Aber auch
Lernschwache oder ältere Menschen könnten somit auf einfache Weise ihr
Gedächtnis auffrischen.
News-Submiter: edragon
News-Quelle: www.chip.de
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