Google Play Music: Features gestrichen - User sollen endlich umziehen
Die Beharrungskräfte sind auch bei Online-Services recht hoch und es reicht einfach nicht, Nutzern zu sagen, dass sie zu einer neueren Alternative wechseln sollen. Google beginnt daher nun seine Google Play Music-User mit Funktionsverlusten zu nerven.
Das Unternehmen hatte bereits vor Monaten angekündigt, den neun Jahre alten Dienst demnächst einstellen zu wollen. Die Anwender sollen stattdessen zum neueren YouTube Music wechseln. Um das zu erleichtern, wurden auch extra Umzugshelfer in die zugehörige App integriert, mit denen die eigenen Bibliotheken auf das neue Angebot übertragen werden können. Allerdings blieb der Erfolg dessen wohl recht bescheiden.
Um die Nutzer nun endlich dazu zu bewegen, den Wechsel zu vollziehen, hat Google schrittweise mit der Streichung von Features begonnen. Bereits seit Montag ist es nicht mehr möglich, neue Songs über den Google Play Music Store zu kaufen. Zukünftig sollen die User bitte nur noch im Rahmen eines dauerhaften Abos Musik hören können.
Umzugs-Tools allein helfen nicht
Die ursprüngliche Idee Googles, die User im Rahmen einer "sanften Transition" auf den neueren YouTube Music-Dienst umzusiedeln, hat offenbar nicht besonders gut geklappt. Das ist auch wenig verwunderlich. Denn selbst bessere Features führen in der Regel kaum dazu, dass Anwender von allein den Aufwand eines Umzugs zu anderen Diensten in Angriff nehmen. Die Bequemlichkeit muss schon mit härteren Maßnahmen überwunden werden. Spätestens mit der ohnehin geplanten kompletten Abschaltung dürfte der Druck dann aber groß genug werden.
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Um die Nutzer nun endlich dazu zu bewegen, den Wechsel zu vollziehen, hat Google schrittweise mit der Streichung von Features begonnen. Bereits seit Montag ist es nicht mehr möglich, neue Songs über den Google Play Music Store zu kaufen. Zukünftig sollen die User bitte nur noch im Rahmen eines dauerhaften Abos Musik hören können.
Umzugs-Tools allein helfen nicht
Einstellungen plötzlich weg
Kurz darauf folgte der zweite Schritt: Inzwischen ist es auch nicht mehr möglich, die in Play Music gekaufte und verwaltete Musik auf den Sprachassistenz-Lautsprechern Google Home oder Nest Audio abzuspielen. Auf entsprechende Befehle reagieren diese einfach nicht mehr und wer dann in den Einstellungen der Geräte auf die Fehlersuche geht, muss feststellen, dass die fragliche Option komplett verschwunden ist. Hier stehen nun nur noch YouTube Music, Pandora, Deezer und Spotify zur Wahl.Die ursprüngliche Idee Googles, die User im Rahmen einer "sanften Transition" auf den neueren YouTube Music-Dienst umzusiedeln, hat offenbar nicht besonders gut geklappt. Das ist auch wenig verwunderlich. Denn selbst bessere Features führen in der Regel kaum dazu, dass Anwender von allein den Aufwand eines Umzugs zu anderen Diensten in Angriff nehmen. Die Bequemlichkeit muss schon mit härteren Maßnahmen überwunden werden. Spätestens mit der ohnehin geplanten kompletten Abschaltung dürfte der Druck dann aber groß genug werden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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