Schnittstellen: Apple gelobt Öffnung, Geheim-Verträge zeigen Gegenteil
Dass Apple App-Entwicklern strenge Bedingungen auferlegt, um Hardware nutzen zu können, ist bekannt - hier wird die Integrität des iOS-Systems angeführt. Rund um die "Wo ist"-Funktion zeigen jetzt Dokumente, dass der neuen Offenheit nicht wirklich nachgekommen wird.
Die "Wo ist"-App ist auf jedem Apple-Gerät vorinstalliert und erlaubt es, den Standort von anderen verbundenen Geräten einzusehen. Bei der Konferenz hatte Apple davon gesprochen, dass Entwickler auf die App Zugriff erhalten würden. Die erhoffte Folge: Auch Produkte, die nicht von Apple selbst stammen, könnten mit der App getrackt werden. Prinzipiell wäre das ein Segen für Hersteller wie Tile, die Bluetooth-Anhänger zum Wiederfinden von Gegenständen vertreiben. "Aber die Details der Ankündigung - geheim gehalten durch eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die alle Entwickler unterschreiben mussten - erzählen eine andere Geschichte", so der Bericht.
Wie die Post aus dem 50-seitigen Dokument zitiert, hat Apple sehr strikte Richtlinien vorgesehen, die die Nutzung der App deutlich einschränken. Wer mit der "Wo ist"-App ein Gerät ausfindig machen will, wird von der Nutzung konkurrierender Anwendungen ausgeschlossen. Für Dritt-Entwickler würde das bedeuten: wollen sie ihre Geräte in die App einbinden, können sie dieses nicht mehr mit der eigenen App tracken. Apple behält sich auch vor, dass die "Wo ist"-Anwendung genauere Ergebnisse erlaubt als das mit Apps von Drittanbietern möglich ist.
Entwickler sollen mehr Zugriff erhalten - die Bedingungen sind hart
Während der Entwicklerkonferenz WWDC hatte Apple beteuert, dass man für Entwickler nach langer Kritik und vielen Bitten einen breiteren Zugang zur "Find My" - auf Deutsch "Wo ist" - App ermöglichen wolle. Wie die Washington Post jetzt auf Basis von geheimen, internen Dokumenten berichtet, in die man Einblick erhalten haben will, wird Apple auf die Versprechen wohl weniger Taten folgen lassen, als die Ankündigung vermuten lässt.Die "Wo ist"-App ist auf jedem Apple-Gerät vorinstalliert und erlaubt es, den Standort von anderen verbundenen Geräten einzusehen. Bei der Konferenz hatte Apple davon gesprochen, dass Entwickler auf die App Zugriff erhalten würden. Die erhoffte Folge: Auch Produkte, die nicht von Apple selbst stammen, könnten mit der App getrackt werden. Prinzipiell wäre das ein Segen für Hersteller wie Tile, die Bluetooth-Anhänger zum Wiederfinden von Gegenständen vertreiben. "Aber die Details der Ankündigung - geheim gehalten durch eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die alle Entwickler unterschreiben mussten - erzählen eine andere Geschichte", so der Bericht.
Wie die Post aus dem 50-seitigen Dokument zitiert, hat Apple sehr strikte Richtlinien vorgesehen, die die Nutzung der App deutlich einschränken. Wer mit der "Wo ist"-App ein Gerät ausfindig machen will, wird von der Nutzung konkurrierender Anwendungen ausgeschlossen. Für Dritt-Entwickler würde das bedeuten: wollen sie ihre Geräte in die App einbinden, können sie dieses nicht mehr mit der eigenen App tracken. Apple behält sich auch vor, dass die "Wo ist"-Anwendung genauere Ergebnisse erlaubt als das mit Apps von Drittanbietern möglich ist.
Tile beschwert sich bei Wettbewerbshütern
Tile hatte sich sowohl in Europa als auch den USA bei Wettbewerbsbehörden über das Vorgehen Apples wiederholt beschwert. Nach Ansicht des Unternehmens schränkt Apple die Funktion von Geräten und Apps dritter Hersteller ein, um den eigenen Geräten und Anwendungen einen Vorteil zu verschaffen. Wie immer wird es sehr lange brauchen, bis solche Verfahren Früchte tragen. Der aktuelle Bericht erlaubt hier einen Einblick in die Praktiken des Konzerns abseits von öffentlichen Beteuerungen.
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