Thunderbolt unsicher: Angreifer können unpatchbare Lücke ausnutzen
Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Microsoft bei seinen Surface-Geräten auf Thunderbolt verzichtet. Jetzt gibt es einen konkreten Grund: Thunderbolt ist offenbar für eine schwerwiegende, zu großen Teilen nicht durch einen Patch zu beseitigende Lücke anfällig.
Wie der Sicherheitsexperte Björn Ruytenberg laut Wired herausfand, könnte ein Angreifer mit einer relativ einfachen Methode, die er "Thunderspy" nennt, die Daten des Besitzers eines PCs mit Windows oder Linux innerhalb von kurzer Zeit erlangen. Allerdings bedarf es dafür direktem, physischen Zugriff auf die Hardware und einem Öffnen des Gehäuses, was die Ausnutzung dann deutlich weniger wahrscheinlich macht.
So muss der Angreifer direkten Zugang haben und das Gehäuse des jeweiligen Systems öffnen können, um dann mit einem "SPI-Programmer" und einem speziellen, per Thunderbolt anzuschließenden Gerät, eine Verbindung herzustellen. Nur dann lassen sich Daten auslesen, nachdem die Firmware des jeweils attackierten Systems geändert wurde. Insgesamt soll der Angriff nur rund fünf Minuten dauern.
Wer also derzeit einen Rechner mit Thunderbolt-fähigem Anschluss besitzt, sollte das Gerät stets komplett herunterfahren und nicht in eingeschaltetem Zustand unbeobachtet lassen - auch nicht im Schlafmodus. Immerhin gibt es ein wenig Hoffnung: Viele Intel-basierte Systeme, die seit 2019 auf den Markt kamen, verfügen normalerweise über die sogenannte Kernel Direct Memory Access Protection, die die "Thunderspy"-Attacke unmöglich macht. Allerdings sind auch seit 2019 noch diverse OEM-PCs erschienen, die weiterhin anfällig sind.
Bei Mac-Systemen besteht keine Gefahr für eine Ausnutzung, solange sie nicht Boot Camp nutzen. Die Sicherheitsexperten um Ruytenberg haben nach eigenen Angaben bereits Anfang Februar Intel über ihre Erkenntnisse informiert. Mitte April gab man die Informationen auch an Apple weiter. Mittlerweile bieten die Forscher mit "Spycheck" ein simples Prüf-Tool an, mit dem die Nutzer nachvollziehen können, ob ihr PC für die Thunderspy-Attacke anfällig ist.
So muss der Angreifer direkten Zugang haben und das Gehäuse des jeweiligen Systems öffnen können, um dann mit einem "SPI-Programmer" und einem speziellen, per Thunderbolt anzuschließenden Gerät, eine Verbindung herzustellen. Nur dann lassen sich Daten auslesen, nachdem die Firmware des jeweils attackierten Systems geändert wurde. Insgesamt soll der Angriff nur rund fünf Minuten dauern.
Direkter Speicherzugang wird zum Problem
Das Problem besteht primär darin, dass Thunderbolt von Haus aus darauf ausgelegt ist, seine hohe Performance über eine direkte physische Verbindung zum Speicher des jeweiligen Geräts zu erzielen. Ruytenberg zufolge ließe sich dieser Umstand von Geheimdiensten und anderen Angreifern ausnutzen, um an die geheimen Daten der Nutzer von Thunderbolt-fähigen Systemen zu gelangen.Wer also derzeit einen Rechner mit Thunderbolt-fähigem Anschluss besitzt, sollte das Gerät stets komplett herunterfahren und nicht in eingeschaltetem Zustand unbeobachtet lassen - auch nicht im Schlafmodus. Immerhin gibt es ein wenig Hoffnung: Viele Intel-basierte Systeme, die seit 2019 auf den Markt kamen, verfügen normalerweise über die sogenannte Kernel Direct Memory Access Protection, die die "Thunderspy"-Attacke unmöglich macht. Allerdings sind auch seit 2019 noch diverse OEM-PCs erschienen, die weiterhin anfällig sind.
Bei Mac-Systemen besteht keine Gefahr für eine Ausnutzung, solange sie nicht Boot Camp nutzen. Die Sicherheitsexperten um Ruytenberg haben nach eigenen Angaben bereits Anfang Februar Intel über ihre Erkenntnisse informiert. Mitte April gab man die Informationen auch an Apple weiter. Mittlerweile bieten die Forscher mit "Spycheck" ein simples Prüf-Tool an, mit dem die Nutzer nachvollziehen können, ob ihr PC für die Thunderspy-Attacke anfällig ist.
Siehe auch: Surface: Kein Thunderbolt und fest verbauter RAM dienen der Sicherheit
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
Intels Aktienkurs in Euro
Beliebt im Preisvergleich
- CPUs:
Videos zum Thema
- Geekom IT13 im Test: Anspruchsvoller Mini-PC mit starkem Innenleben
- X-Plus Storm 10X im Test: Netbook-Format mit bis zu 2 Terabyte SSD
- Geekom IT15: Leistungsstarker Mini-PC mit Intel-AI-Chip im Test
- Geekom XT13 Pro 2025 Edition: Leise Neuauflage des Mini-PC im Test
- Nvidia RTX 5060 unter der Lupe: Mit fünf Budget-CPUs im Härtetest
Neue Intel-Downloads
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Ausgesperrt: WhatsApp zwingt Nutzer jetzt zu Android- und iOS-Updates
- Whisky im Weltraum: Satellit soll Destillation im All testen
- ASD für GPUs von Nvidia & Co: Microsoft verkürzt Spielstart um 95%
- Großeinkauf: China hortet hunderte ASML-Chipmaschinen
- Amazon: AMD Ryzen 9850X3D gekauft, alte Intel-CPU erhalten - zweimal
- Tineco-Rabatt bei Amazon: Top-Deals für Bodenpflege am Prime Day
- Microsoft und Meta reduzieren interne Nutzung von Anthropic-KI
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen