Einer muss ja der Krise trotzen:
TSMC verdoppelt seinen Gewinn

Nahezu jede Branchen-Krise bringt auch den einen Vertreter hervor, der scheinbar wie ein Fels in der Brandung steht. Im Halbleiter-Sektor ist das aktuell der Auftragsherstellter TSMC. Während die großen Namen des Sektors wanken, sprudeln bei ihm die Gewinne.
Prozessor, Chip, Wafer
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Im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte das Unternehmen Einnahmen in Höhe von 10,31 Milliarden Dollar. Daraus konnte TSMC immerhin einen Gewinn von 3,9 Milliarden Doller herausziehen. Das entspricht im Jahresvergleich nahezu einer Verdoppelung, beziehungsweise konkret einem Wachstum um 90,8 Prozent. Das steht natürlich im krassen Gegensatz zu Berichten aus der Chip-Industrie im Ganzen, wo eher katastrophale Einnahmen zu verzeichnen waren.

Beim Blick in die Details der jüngsten Geschäftszahlen des Unternehmens zeigt sich durchaus noch anderes Überraschendes. So ist der Umsatz mit Aufträgen von Smartphone-Herstellern um satte 9 Prozent eingebrochen. TSMC hatte schon damit gerechnet, dass die Geschäfte hier schlechter laufen werden als in den vorhergehenden Monaten, ging aber nicht von solch klaren Werten aus. Hintergrund dessen ist ein Rückgang der Verkaufsmengen. Marktforscher gehen für das aktuelle Jahr von 1,3 Milliarden weltweit verkauften Geräten aus, das wären 2,3 Prozent weniger als 2019.

Huawei ist die große Unbekannte

Unsicher ist auch, wie es mit den Aufträgen Huaweis weitergehen wird. Immerhin machen die Bestellungen des chinesischen Konzerns rund 10 Prozent des gesamten Umsatzes von TSMC aus. Sollten die Sanktionen gegen das Unternehmen durchschlagen, könnten hier deutliche Abstriche drin sein. Es kann aber auch in genau die andere Richtung gehen, wenn Huawei es schafft, mit mehr eigenen Komponenten zu arbeiten und sich unabhängiger von US-Lieferanten zu machen.

Insgesamt geht das Management davon aus, dass die Einnahmen im laufenden zweiten Quartal etwa auf dem gleichen Niveau wie zum Jahresbeginn liegen werden. Das wäre schon beachtlich - immerhin gehen die meisten Branchenkenner eher von rückläufigen Ergebnissen aus.

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