Pünktlich zur Quarantäne:
Streaming-App Popcorn Time ist wieder da
Pünktlich zu der Zeit, in der zahlreiche Menschen zwangsweise oder freiwillig in Quarantäne gehen, poppt das seit Jahren verschollene Popcorn Time wieder auf - eine Anwendung, die gern als "Netflix der Piraterie" beschrieben wurde.
Im Kern ist Popcorn Time ein Client für das Filesharing-Protokoll BitTorrent, der auf den Zugriff auf Filme und Serien spezialisiert ist. Die entsprechenden Dateien wurden hier aber nicht für den dauerhaften Verbleib heruntergeladen, sondern als Stream direkt abgespielt. Dafür musste der Anwender sich auch nicht mit den Details der BitTorrent-Nutzung auseinandersetzen - Tracker brauchte man ebensowenig finden wie Download-Links. Verfügbare Inhalte wurden bequem in einer Übersicht angezeigt, wie man sie von vielen Video-on-Demand-Plattformen kennt.
Infografik: Video-on-Demand-Markt
Mit diesem leichten Zugang zu illegal angebotenen Inhalten wurden die Software und ihre Entwickler natürlich schnell zu Zielen der Rechteinhaber. Mehrfach haben Hollywood-Studios und andere die Anwälte losgeschickt und ließen Downloads abschalten oder IP-Adressen sperren. Es gab sogar Hausdurchsuchungen in mehreren Ländern. Irgendwann war der Druck auf die Anbieter so groß, dass sie sich zurückzogen.
Nach dem Start und der Einrichtung bekommt der Anwender auch direkt viele mehr oder weniger aktuelle Inhalte angeboten. Das reicht von verschiedenen Kult-Serien der letzten Jahre bis hin zu relativ aktuellen Kinofilmen. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die Rechte-Inhaber wieder massiv gegen die Anwendung vorgehen - vielleicht haben sie aktuell aber auch schlicht anderes zu tun.
Siehe auch:
Mit diesem leichten Zugang zu illegal angebotenen Inhalten wurden die Software und ihre Entwickler natürlich schnell zu Zielen der Rechteinhaber. Mehrfach haben Hollywood-Studios und andere die Anwälte losgeschickt und ließen Downloads abschalten oder IP-Adressen sperren. Es gab sogar Hausdurchsuchungen in mehreren Ländern. Irgendwann war der Druck auf die Anbieter so groß, dass sie sich zurückzogen.
Neue App, neue Inhalte
Nun aber tauchte plötzlich eine neue Version 4.0 von Popcorn Time auf. Diese funktioniert ebenso gut wie die Vorgänger und wurde um verschiedene Sicherheits-Optionen erweitert. So setzt die App viel stärker auf Verbindungen über VPNs, um die Nutzer besser zu verschleiern. Das ist nötig, weil beim Download parallel auch stets Uploads stattfinden, wodurch der User unweigerlich auch zum Anbieter geschützter Inhalte wird.Nach dem Start und der Einrichtung bekommt der Anwender auch direkt viele mehr oder weniger aktuelle Inhalte angeboten. Das reicht von verschiedenen Kult-Serien der letzten Jahre bis hin zu relativ aktuellen Kinofilmen. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die Rechte-Inhaber wieder massiv gegen die Anwendung vorgehen - vielleicht haben sie aktuell aber auch schlicht anderes zu tun.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
BitTorrent-Clients als Download
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