Nur für Entwickler gedacht:
Intels DG1-Grafikkarte zeigt sich erstmals

Intel bereitet sich mit großen Schritten darauf vor, wieder in den Markt für Grafikchips einzusteigen. Mit der DG1 wurde jetzt auf der CES 2020 erstmals ein dediziertes Grafikkarten-Modell enthüllt. Diese ist als Software Development Vehicle (SDV) für Entwickler gedacht.

Die erste dedizierte Intel-Grafikkarte zeigt sich

Ein Blick in unser Intel-Special zeigt, dass wir schon seit letztem Jahr wiederholt über die Bemühungen des US-amerikanischen Halbleiterherstellers berichten konnten, nach sehr langer Zeit wieder in den Markt für Grafikchips einzusteigen. Schon bisher war klar, dass Intel die Absicht verfolgt, 2020 mit ersten Modellen zu starten, jetzt hat das Unternehmen überraschend abseits seiner Pressekonferenz bei der CES 2020 erstmals ein dediziertes Grafikkarten-Modell vorgestellt. Die DG1 ist ein sogenanntes Software Development Vehicle (SDV) und richtet sich damit ausschließlich an Entwickler. Intel DG1 GrafikkartenDer erste Blick auf die dedizierte Grafikkarten Intel DG1 Wie Intel auf der Messe in Las Vegas verrät, soll die DG1 bereits in diesem Monat an erste Entwickler ausgeliefert werden. Diesen ist es damit dann möglich, vor dem Launch in Consumer-Produkten wichtige Erfahrungen mit der Hardware und den Treibern zu sammeln. Auf Bildern, die Intel über Twitter zur Verfügung stellt, zeigt sich dabei ein Dual-Slot-Design mit sehr kurzer Bauweise, einem Lüfter und PCIe-Gen3-x16-Anbindung. Dieser Aufbau gibt aber wohl keinen Hinweis darauf, was das Unternehmen zum Marktstart für Modelle plant, sondern ist nur als erste Basis für die Entwicklung mit der neuen Xe-LP-Architektur zu verstehen.
Intel DG1 GrafikkartenJetzt testen Entwickler... Intel DG1 Grafikkarten...Hardware und Treiber

Intel lässt Leistungsdaten noch offen

Die Kennzeichnung mit LP, kurz für Low Power, und der Aufbau zeigen, dass DG1 ohne Stromanschluss auskommt, daraus folgt eine maximale Leistungsaufnahme von 75 Watt per PEG-Slot. Wie Golem in seinem Bericht schreibt, liefert dann der dazugehörige Treiber Hinweise auf die weiteren Leistungsdaten: Der DG1-Chip ist demnach wohl mit 96 Execution Units (EUs) ausgerüstet. Golem zieht hier den Vergleich zur integrierten Grafikeinheit des Core i7-1065G7, die 64 EUs mitbringt.

Allerdings gilt für die DG1: die neue Architektur, dedizierter GDDR5-Grafikspeicher und ein vermutlich höherer Takt dürfte für noch deutlichere Leistungsunterschiede sorgen. Wie es genau um die Leistungsdaten bestellt ist, lässt Intel zur Präsentation auf der CES aber vorerst offen.
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