Chinesen sichern sich Anteile am größten Musikkonzern Universal Music

In China hat man es inzwischen auch auf die großen Medienkonzerne im Westen abgesehen. Der Tech-Konzern Tencent ergreift aktuell die Gelegenheit und steigt mit einer Milliarden-Investition in das Major Label Universal Music ein. Der Musikkonzern gehört mehrheitlich der französischen Vivendi. Diese war nun bereit, zehn Prozent der Anteile an die Chinesen abzutreten. In die Gegenrichtung flossen dabei 3,4 Milliarden Dollar, berichtete das Handelsblatt. Der zugrundeliegende Vertrag enthält noch eine Klausel über weitergehende Kaufrechte: Bis zum 15. Januar des kommenden Jahres können weitere zehn Prozent zum gleichen Preis erworben werden.

Tencent hat den Deal allerdings nicht komplett allein angeschoben, sondern fungiert als Teil eines Konsortiums. Wer aber außer dem chinesischen Tech-Konzern noch zu der Gruppe gehört, wurde nicht öffentlich gemacht. Ganz wird man dies aber auf Dauer nicht verheimlichen können. Denn der Abschluss des Deals, der binnen des kommenden halben Jahres vollzogen werden soll, unterliegt der Zustimmungspflicht der zuständigen Kartellbehörden, denen gegenüber zumindest Transparenz hergestellt werden muss.

Weitere Investoren gesucht

Universal Music ist aktuell das größte Musikunternehmen der Welt. Der Wert des Konzerns wird gemäß dem abgeschlossenen Vertrag auf 33 Milliarden Dollar beziffert. Bei dem Label stehen unter anderem Taylor Swift, U2 und Rammstein unter Vertrag. Aber auch viele andere Weltstars sind regelrechte Umsatzgaranten.

Vivendi hatte bereits vor anderthalb Jahren verkündet, bis zu 50 Prozent der Anteile an der Tochtergesellschaft abgeben zu wollen. Von diesem Plan ist man auch bisher nicht abgerückt. In der Bekanntgabe der Vertragsunterzeichnung mit Tencent und Partnern hieß es, dass man auch mit weiteren Investoren Gespräche führe und weitere Anteile an diese abgeben wolle - und das mindestens zum gleichen Preis wie bei dem nun abgeschlossenen Deal.

Siehe auch: Tencent: Chinas Tech-Gigant steigt mit Milliarden in Deutschland ein
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