Mitten in industrieller Revolution:
Wirtschaft sieht radikalen Umbruch
Auf die Arbeitswelt in Deutschland kommt im nächsten Jahrzehnt ein radikaler Umbruch zu, so die klare Diagnose der Spitzenverbände der Wirtschaft. Die Experten vergleichen den Wandel mit einer "industriellen Revolution". Angst um Arbeitsplätze sei aber fehl am Platz.
Dass dieser Umbruch für die Menschen auch mit krassen Veränderungen verbunden sein wird, kann nach Ansicht der Wirtschaftsexperten aber nicht ausbleiben. Eines sei aber unangebracht: Die Digitalisierung mit einem Schrumpfen des Arbeitsmarktes zu verbinden, sei mit einem Blick auf die vorausgegangene "industriellen Revolution" nicht zu erwarten. "Das ist aber nicht die erste, die wir hatten. Und jede industrielle Revolution von der Erfindung der Dampfkraft bis zur Einführung der Computer hat hinterher mehr Arbeitsplätze geschaffen als vorher existierten."
Industriepräsident Dieter Kempf sieht für diesen weitreichenden Wandel aber noch große Aufgaben auf Deutschland zukommen, die vor allem das Bildungssystem betreffen: "Es ist aus meiner Sicht völlig unzureichend, dass es keine ausreichende digitale Bildung in den Sekundarstufen gibt. Das heißt nicht, dass alle programmieren können. Aber wir müssen die jungen Menschen zur digitalen Souveränität erziehen. Wir müssen die Lehrerinnen und Lehrer entsprechend qualifizieren."
Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt der 20er Jahre prägen
Die Digitalisierung hat sich fest mit vielen Aspekten unseres Lebens verbunden, vor allem in der Wirtschaft gilt sie als der Hoffnungsträger für Prozessoptimierung und ganz neue Wertschöpfung. Für Spitzenverbände der Wirtschaft scheint die Entwicklung mit einem Blick auf das kommende Jahrzehnt vollkommen klar: "Wir sind mitten in einer industriellen Revolution", sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer der Deutschen Presse-Agentur laut Handelsblatt. Infografik: Wie autonomes Fahren die Wirtschaft beeinflussen kann
Dass dieser Umbruch für die Menschen auch mit krassen Veränderungen verbunden sein wird, kann nach Ansicht der Wirtschaftsexperten aber nicht ausbleiben. Eines sei aber unangebracht: Die Digitalisierung mit einem Schrumpfen des Arbeitsmarktes zu verbinden, sei mit einem Blick auf die vorausgegangene "industriellen Revolution" nicht zu erwarten. "Das ist aber nicht die erste, die wir hatten. Und jede industrielle Revolution von der Erfindung der Dampfkraft bis zur Einführung der Computer hat hinterher mehr Arbeitsplätze geschaffen als vorher existierten."
Manche fallen weg, andere entstehen
Dabei ist der Wirtschaft natürlich auch bewusst, dass in manchen Berufszweigen trotzdem mit einem Einbruch der Beschäftigungszahlen zu rechnen ist, "Nicht jeder Arbeitsplatz wird identisch bleiben", so Kramer. "Auch das ist nichts Neues. Aber Berufe wandeln sich heute schneller als früher. Wir müssen Mitarbeiter dafür gezielt weiterbilden. Die Betriebe wissen sehr genau, welche Qualifikationen gebraucht werden und investieren auch massiv in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter."Industriepräsident Dieter Kempf sieht für diesen weitreichenden Wandel aber noch große Aufgaben auf Deutschland zukommen, die vor allem das Bildungssystem betreffen: "Es ist aus meiner Sicht völlig unzureichend, dass es keine ausreichende digitale Bildung in den Sekundarstufen gibt. Das heißt nicht, dass alle programmieren können. Aber wir müssen die jungen Menschen zur digitalen Souveränität erziehen. Wir müssen die Lehrerinnen und Lehrer entsprechend qualifizieren."
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