Amazon wollte Netflix kaufen - gerade mal zwei Monate nach Gründung

Dieser Tage wird das Streaming-Geschäft immer umkämpfter, immer mehr Anbieter drängen auf diesen Markt. Lange Zeit sah es aber nach einem Duell zwischen Netflix und Amazon aus. Doch dazu wäre es fast nicht gekommen.
Amazon, Ceo, Jeff Bezos, Bezos
Jeff Bezos/Twitter
Denn Amazon wollte, wie erst jetzt bekannt wurde, den heutigen Streaming-Dienst kaufen, wie CNBC unter Berufung auf die Memoiren "That Will Never Work" des ehemaligen Netflix-CEOs Marc Randolph berichtet. Das Ganze liegt aber schon eine halbe Ewigkeit zurück, denn die Angelegenheit spielte sich bereits 1998 ab und damals war an das Streaming-Geschäft noch lange nicht zu denken.

Kindertage zweier heutiger Giganten

Dennoch geriet Netflix schon seinerzeit ins Visier von Amazon-Gründer und -Chef Jeff Bezos. Denn ganze zwei Monate, nachdem Netflix seinen Betrieb als Versand-Videothek aufgenommen hatte, klingelte bei Reed Hastings und Marc Randolph, den beiden Netflix-Gründern, das Telefon.


Zunächst waren die beiden sehr interessiert, was der damalige Aufsteiger im Online-Versand von Büchern von ihnen wollte. Bezos suchte vor gut 20 Jahren nach Wegen, wie er sein Geschäft erweitern kann. Denn Amazon war damals selbst noch ein sehr junges Unternehmen, es wurde vier Jahre zuvor gegründet und debütierte ein Jahr vor diesem Gespräch an der Börse.

Amazon, "Shop für alles"

Bezos war damals von Investoren unter Druck und wollte eine aggressive Übernahme tätigen, um den "Fußabdruck" des Unternehmens zu erweitern. Der Amazon-Chef wollte schon damals einen "Shop für alles" und Netflix weckte sein Interesse.

Beim Treffen zwischen Bezos, Randolph und Hastings kristallisierte sich schnell heraus, dass der Amazon-Gründer kein Interesse an einem Einstieg hatte, sondern Netflix übernehmen wollte. Laut Randolph bot Bezos einen "niedrigen achtstelligen" Betrag, "wahrscheinlich etwas zwischen 14 und 16 Millionen Dollar".

Für ein Unternehmen, das gerade zwei Monate alt war und noch kein Geld verdiente, stellte das eine enorme Summe dar. Dennoch entschieden sich die beiden dagegen, und zwar aus einem Bauchgefühl heraus - und das, obwohl man wusste, dass man bald mit Amazon einen mächtigen Konkurrenten im DVD-Geschäft haben wird. Der Rest ist Geschichte: Netflix ist heute, gemessen am Umsatz, das sechstgrößte Internet-Unternehmen (Amazon liegt hinter Alphabet/Google an der zweiten Position).

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