Amazon zwingt Hersteller zur Verwendung kleinerer Verpackungen
Der Online-Versender Amazon zwingt diverse Markenanbieter, bis Anfang August die Verpackungen ihrer Produkte "effizienter" zu gestalten. Viele Hersteller sollen deshalb bereits teure Veränderungen an ihren Verpackungen und ihrer internen Arbeitsweise vorgenommen haben, um nicht zum Opfer von "Strafen" des weltgrößten Internethändlers zu werden.
Wie das Wall Street Journal berichtet, forderte Amazon diverse Firmen, die ihre Produkte über die Plattform des Unternehmens zum Kauf anbieten, die Verpackungen für diverse Produkte kompakter zu gestalten. Konkret betrifft dies vor allem größere Gegenstände, die so leichter transportiert und gelagert werden könnten. Gleichzeitig verlangt Amazon auch, dass die Verpackungen leichter zu öffnen sein sollen.
Als Termin für die Verwendung geschrumpfter Verpackungen für größere Produkte hat Amazon den 1. August 2019 festgelegt. Langfristig will Amazon alle Produkte, die über seine zahlreichen Niederlassungen vertrieben werden, den gleichen Standards unterwerfen und so eine zunehmende Vereinheitlichung der Verpackungen erzwingen. In einer Mitteilung an die Hersteller begründete Amazon sein Vorgehen unter anderem damit, dass kleinere Verpackungen umweltfreundlicher seien.
Letztlich stecken dahinter aber mit einiger Sicherheit auch wirtschaftliche Interessen, denn Amazon profitiert davon, wenn Produkte leichter gelagert und transportiert werden können, weil sie weniger Platz benötigen. Für die Hersteller der Produkte gibt es kaum Möglichkeiten, dem Druck des Online-Einzelhändlers zu entgehen, da dieser für sie oft einen sehr großen Faktor für den Vertrieb darstellt.
Die neuen Anforderungen für die Verpackungen der Produkte sind nur das jüngste Beispiel für Amazons zunehmende Versuche, die über seine Plattform agierenden Anbieter zu kontrollieren. Seit einiger Zeit versucht das Unternehmen außerdem, die Hersteller dazu zu bewegen, spezielle Marken ausschließlich für den Vertrieb über Amazon einzuführen. Zuvor hatte Amazon begonnen, eigene Markennamen für bestimmte Produkte zu entwickeln.
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Letztlich stecken dahinter aber mit einiger Sicherheit auch wirtschaftliche Interessen, denn Amazon profitiert davon, wenn Produkte leichter gelagert und transportiert werden können, weil sie weniger Platz benötigen. Für die Hersteller der Produkte gibt es kaum Möglichkeiten, dem Druck des Online-Einzelhändlers zu entgehen, da dieser für sie oft einen sehr großen Faktor für den Vertrieb darstellt.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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