Pixel 4 muss viel trainieren:
Google bezahlt Passanten für Gesichtsscans
Mehrere Studien haben belegt, dass eine einseitige Datenbasis für Gesichtserkennungssysteme dafür sorgt, dass diese bei Abweichungen von weißen, männlichen Gesichtern Schwächen zeigen. Für das kommende Vorzeigemodell Pixel 4 geht Google dieses Problem auf der Straße an: Passanten bekommen 5 Dollar, wenn sie ihr Gesicht scannen lassen. So will man eine diversere, alltagstauglichere Basis schaffen.
Radar, Infrarot usw.: Die neue Sensoren im Pixel 4
Wie Google in Bezug auf die "Feldforschung" mitteilt, habe man sich zu dieser außergewöhnlichen Vorgehensweise entschlossen, um eine breitere Datenbasis für die Gesichtserkennung des Pixel 4 zu schaffen. Wie ein Konzernsprecher bestätigt, geht es dabei darum, dass das Gerät "mit einer Vielzahl von Gesichtern" umgehen kann. "Unser Ziel ist es, die Funktion mit robuster Sicherheit und Leistung zu entwickeln. Außerdem behalten wir beim Aufbau auch immer Inklusivität im Auge, so dass so viele Menschen wie möglich davon profitieren können", so der Sprecher.
Um das Pixel 4 fit zu machen, sammelt Google Gesichsscans auf der Straße
Google hatte gestern in einem ausführlichen Blogpost die weitreichenden Möglichkeiten des Pixel 4 im Bezug auf die verbaute Sensortechnik vorgestellt - mit dabei ist auch ein Gesichtsscanner, der Apples FaceID in Sachen Flexibilität und Genauigkeit schlagen soll. Damit dieses vollmundige Versprechen auch für alle Nutzer zur Realität wird, greift der Konzern zu interessanten Methoden: Wie der Konzern gegenüber The Verge bestätigt, sind Google-Mitarbeiter auf den Straßen von US-Städten unterwegs um Passanten ein Geschäft vorzuschlagen: 5 Dollar gegen einen Gesichtsscan.Ein großer Datensatz pro Gesicht
Google sammelt für seine Gesichtserkennungsdatenbank Infrarot- und Farbbilder sowie Tiefendaten und verknüpft diese mit Informationen zu Zeit, Umgebungslicht und der Art der Verwendung - also beispielsweise dem Hochheben des Geräts von einem Tisch. Darüber hinaus hatte man zunächst auch noch Ortsdaten gespeichert, diese seien aber zum Abschluss des Projekts nicht nötig und gelöscht worden. Daten, wie weitreichend die "Feldforschung" ausfällt, liefert Google aktuell nicht.
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