Samsung wegen Werbung für wasserdichte Smartphones vor Gericht
Darf man für den Schutz eines Smartphones gegen Süßwasser mit Aufnahmen werben, die eindeutig in Salzwasser gemacht wurden? Nein, sagen zumindest australische Verbraucherschützer, die Samsung deshalb nun vor Gericht zerren. Angeblich verspricht der Hersteller mit seiner Werbung mehr, als das IP68-Rating seiner Produkte halten kann.
Die Australian Competition and Consumer Commission geht ab sofort gegen die dortige Niederlassung von Samsung vor, weil sie der Meinung ist, dass der koreanische Konzern die Kunden mit einer Vielzahl von Werbemaßnahmen täuscht, die die Smartphones der Galaxy S10-Serie bei der Verwendung in Umgebungen zeigen, wo normalerweise nur Salzwasser anzutreffen ist. Das für die aktuellen High-End-Smartphones vorliegende IP68-Rating deckt aber nur die Wasserdichtigkeit in Süßwasser ab.
Die Verbraucherschützer gehen davon aus, dass Samsung keinerlei Tests durchgeführt hat, die die Wasserfestigkeit der Smartphones abseits von Frischwasser betreffen und wie sich Salzwasser auf die Geräte auswirken kann. Gerade Salzwasser hat jedoch eine deutlich stärkere korrodierende Wirkung auf diverse Materialien und Oberflächen, so dass entsprechende Produkte eben auch deutlich stärker angegriffen werden, wenn sie damit in Kontakt kommen.
Konkret bedeutet die Einstufung nach IP68 auch laut Samsungs eigener Website, dass das Smartphone einerseits staubdicht ist, andererseits aber auch gegen dauerhaftes Untertauschen in Tiefen von bis zu 1,5 Metern für 30 Minuten geeignet ist. Dies "bezieht sich natürlich auf klares Wasser, bei anderen Flüssigkeiten, z.B. Salzwasser, Seifenlauge, Alkohol oder erhitzten Flüssigkeiten, besteht der Schutz nicht", wie Samsung es selbst formuliert.
Samsung wirbt aggressiv mit Salzwasser-Umgebungen
Nach Meinung der Verbraucherschutzbehörde Australiens sei die Werbung somit nicht nur verwirrend, sondern sorge auch dafür, dass die Kunden glauben, ihre Geräte würden auch dann weiter funktionieren, wenn sie mit dem salzigen Wasser in Kontakt kommen, das den fünften Kontinent nunmal bekanntermaßen vollständig umgibt. Problematisch sieht man unter anderem, dass die von Samsung durchgeführte Marketing-Kampagne unter anderem mit dem Slogan "Built for Australia" wirbt.Die Verbraucherschützer gehen davon aus, dass Samsung keinerlei Tests durchgeführt hat, die die Wasserfestigkeit der Smartphones abseits von Frischwasser betreffen und wie sich Salzwasser auf die Geräte auswirken kann. Gerade Salzwasser hat jedoch eine deutlich stärkere korrodierende Wirkung auf diverse Materialien und Oberflächen, so dass entsprechende Produkte eben auch deutlich stärker angegriffen werden, wenn sie damit in Kontakt kommen.
Konkret bedeutet die Einstufung nach IP68 auch laut Samsungs eigener Website, dass das Smartphone einerseits staubdicht ist, andererseits aber auch gegen dauerhaftes Untertauschen in Tiefen von bis zu 1,5 Metern für 30 Minuten geeignet ist. Dies "bezieht sich natürlich auf klares Wasser, bei anderen Flüssigkeiten, z.B. Salzwasser, Seifenlauge, Alkohol oder erhitzten Flüssigkeiten, besteht der Schutz nicht", wie Samsung es selbst formuliert.
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