"Spider-Man"-Erfinder Stan Lee stirbt mit 95 Jahren

Marvel, Stan Lee, Stanley Lieber Bildquelle: Syfy
Die Menschen zu unterhalten war sein Ziel. Stan Lee, der am Montag mit 95 Jahren in Los Angeles an einer Lungenentzündung starb, erreichte es in vollster Perfektion. Die Erschaffung seiner sperrigen Helden, allen voran Spider-Man, Hulk oder Iron Man, bereicherte die Comic-, Film- und Video-Welt um großartiges Entertainment. Auf der ganzen Welt verneigen sich derzeit im Netz die Fans und Mitstreiter. Allen voran Marvel-Entertainment, der Comic-Konzern, bei dem Lee Ende der 1930er Jahre seine Karriere begann und bei dem er seine spleenigen Charaktere entwickelte:




"Ich finde, wenn Du in der Lage bist, zu unterhalten, dann machst du etwas Gutes.", sagte Stan Lee einmal. Seine Charaktere sollten Spaß machen. Als der Zeichner bei Marvel Anfang der 1960er Jahren seinen neuen Superhelden-Typus einführte, kam das einer Comic-Revolution gleich.

Lee kupferte nicht die Hochglanz-Sieger mit Doppelleben, wie Superman oder Batman, des Konkurrenz-Verlages ab. Lees Helden plagten sich im Alltag mit sehr menschlichen Problemen: Peter Parker alias Spider-Man war ein schüchterner Nerd, Bruce Banner aka Hulk bekam seine Wutanfälle nicht in den Griff.

Lees Helden hatten zwar Superkräfte, aber eben auch einen Haufen Sorgen. Sie hatten nicht nur mit Schurken zu kämpfen sondern auch mit gesundheitlichen oder finanziellen Problemen. Oft wirkten sie labil, hatten Gefühlsschwankungen, waren unsicher oder maßlos.

Bereits mit 17 Jahren hatte Lee als Jüngster seiner Garde mit dem professionellen Comic-Zeichnen begonnen. Einen seiner ersten Comics unterzeichnete er mit Stan Lee statt Stanley Lieber, seinem richtigen Namen - und legte das Pseudonym nie wieder ab.

Bis heute identifizieren sich die Fans mit den Helden, die der Sohn von aus Rumänien nach New York eingewanderter Juden mit Künstler-Kollegen wie Jack Kirby und Steve Ditko erschuf.

X-Men, Black Panther, The Fantastic Four, Daredevil and Doctor Strange - insgesamt entstanden in Stan Lees Jahrzehnte andauernder Marvel-Zeit 350 Comic-Figuren. Legendär war auch seine Arbeitsweise aus dem "Ärmel heraus", die später als "Marvel-Methode" bekannt wurde.

Statt aufwendige Scripts zu entwerfen, beschriftete Lee nur noch Sprechblasen nach Fertigstellung der Comics und gab den Zeichnern damit mehr Gestaltungsrahmen - ein Umstand, der zu schnelleren Produktionen führte, andererseits auch zu Urheberstreitigkeiten. Im Nachhinein war schwer nachzuvollziehen, von wem letztendlich die Ursprungsideen stammten.

Urheberrechtsstreitigkeiten, die bis vor Gericht gingen, begleiteten Lee noch im betagten Alter. Von seinem ehemaligen Arbeitgeber Marvel forderte Lee 2004 10 Prozent des weltweiten Kino-Umsatzes - die Parteien einigten sich schließlich außergerichtlich.

Trotz seines hohen Alters war der "Vater von Spider-Man" bis zum Schluss sehr aktiv und war damit auch bei der jungen Generation bekannt. Seine Cameo-Auftritte in Marvel-Filmen und Games waren legendär und wurden oft im Netz geteilt:



Im letzten Jahr verstarb Lees Ehefrau Joan im Altern von 95 Jahren, die beiden waren 69 Jahre verheiratet. Die beiden hinterlassen eine Tochter, J.C. Lee.

Auf Lees Twitter-Account erschien kurz und knapp nur ein Wort zum Abschied des Meisters: "Excelsior!". Der lateinische Komperativ von "hoch" galt als Stan Lees Lebensmotto, jedes seiner Schreiben unterzeichnete er mit dem Schlachtruf nach "Höherem" ... Wir würden sagen, dass es sich erfüllt hat.

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