Gigabit-Netz: Nutzer wollen nicht mehr zahlen für das schnelle Internet
Breitbandausbau schön und gut - aber was viele deutsche Kunden wirklich erwarten ist ein Gigabit-Netz ohne Zusatzkosten zu ihren bisherigen Verträgen, auch finanziert mit Fördergeldern. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die Bitkom veröffentlicht hat.
Die Bitkom hatte dazu 999 Personen verschiedene Fragen zum Thema Gigabit- und Breitbandausbau gestellt und kam zu dem Ergebnis, dass sich viele Internetnutzer mehr Förderung durch den Staat wünschen. Denn obwohl sich laut der Umfrage sechs von zehn Haushalten (62 Prozent) schnellere Downloads, 37 Prozent schnellere Uploads wünschen und jeder dritte Haushalt (34 Prozent) gern unabhängig von der Personenzahl im Haushalt uneingeschränkt im Internet surfen möchte, sind wenige Kunden wirklich bereit dafür auch mehr zu zahlen.
Infografik: Geringe Zahlungsbereitschaft für Gigabit-Anschlüsse
Dies müsse durch Fördermittel für jene Regionen ergänzt werden, die nicht wirtschaftlich mit Breitband erschließbar sind. In ländlichen Regionen sollten laut Umfrage dafür staatliche Fördermittel bereitgestellt werden. Das sagen 88 Prozent der Befragten.
Download Breitbandmessung Desktop-App: Speedtest der Bundesnetzagentur Siehe auch:
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
Bessere Leistung, aber weniger Zahlungsbereitschaft
Im Durchschnitt sind die Kosten bei den Befragten aktuell im Monat bei rund 34 Euro. Meist sind es Provider-Angebote, die auch Telefonie-Flatrates mit abdecken. Dass vier von zehn Haushalten für neue Gigabit-Anschlüsse nicht mehr als bisher bezahlen wollen, liegt auch ein wenig an der Entwicklung der letzten Jahre. Denn viele Kunden haben heute einen deutlich schnelleren Internetzugang als zum Beispiel vor fünf Jahren, zahlen aber immer noch den gleichen Preis oder sogar weniger als damals.Politik ist gefragt
"Bei einer geringen Zahlungsbereitschaft für schnelles Internet ist es umso wichtiger, dass die Politik einen Regulierungsrahmen gestaltet, der so viel privatwirtschaftliches Engagement wie möglich generiert", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.Dies müsse durch Fördermittel für jene Regionen ergänzt werden, die nicht wirtschaftlich mit Breitband erschließbar sind. In ländlichen Regionen sollten laut Umfrage dafür staatliche Fördermittel bereitgestellt werden. Das sagen 88 Prozent der Befragten.
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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