Auch Facebook beginnt jetzt mit Entwicklung eigener Prozessoren
Der nächste große IT-Konzern springt auf den aktuellen Trend zur Entwicklung eigener Prozessoren auf. Diesmal ist es Facebook, das eine entsprechende Abteilung im Unternehmen etabliert. Das berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg, die Stellenanzeigen und Berichte von Quellen zu einem entsprechenden Schluss zusammengeführt hat.
Allerdings scheint es so, als wäre die Idee vom Facebook-Management gerade erst angestoßen worden. Denn derzeit wird unter anderem nach einem Manager gesucht, der die Voraussetzungen mitbringt, erst einmal ein Team von Entwicklern für Halbleiter-Architekturen und die dazugehörenden Treiber und Firmwares aufzubauen.
Auf jeden Fall wäre Facebook damit aber eine weitere Triebkraft, mit der ein neuer Weg in der Halbleiter-Entwicklung geebnet wird. Es gab schon einmal eine Zeit, in der es verschiedene Architekturen für diverse Anwendungsbereiche gab. Dann aber ging alles für Jahre in einen großen Einheitsbrei über: Die x86-basierenden Prozessoren waren ein gutes Jahrzehnt quasi in allen relevanten IT-Anwendungen zu finden - vom Supercomputer bis zum Notebook und teils auch in Embedded-Bereichen.
Wofür genau Facebook eigene Chips entwickeln will, ist derzeit noch nicht bekannt. Am Wahrscheinlichsten ist es hier natürlich, dass man die Effizienz der eigenen Datenzentren kräftig steigern will und Architekturen schafft, die sowohl hohe Transaktions-Zahlen von Webanwendungen als auch komplexe KI-Trainings bewältigen können. Zum Facebook-Konzern gehören aber auch Produkte, die eher auf den Endnutzer abzielen und mit eigenen Chips ausgestattet werden könnten - seien es die VR-Systeme von Oculus oder auch die eigenen smarten Lautsprecher, von denen Gerüchte sprechen.
Siehe auch: Facebook bläst Vorstellung eines eigenen smarten Lautsprechers ab
Auf jeden Fall wäre Facebook damit aber eine weitere Triebkraft, mit der ein neuer Weg in der Halbleiter-Entwicklung geebnet wird. Es gab schon einmal eine Zeit, in der es verschiedene Architekturen für diverse Anwendungsbereiche gab. Dann aber ging alles für Jahre in einen großen Einheitsbrei über: Die x86-basierenden Prozessoren waren ein gutes Jahrzehnt quasi in allen relevanten IT-Anwendungen zu finden - vom Supercomputer bis zum Notebook und teils auch in Embedded-Bereichen.
Differenzierung statt x86-Einheitsbrei
Seit einigen Jahren ist aber nicht nur die alternative ARM-Architektur dabei, zu erstarken. Immer mehr Unternehmen, die eigenlich nicht primär in der Halbleiter-Entwicklung tätig sind, beginnen mit der Entwicklung spezialisierter Chips für ihre Systeme. Das fing mit Apples eigenen CPUs für die iPhones an und erreichte inzwischen auch Google, das nicht mehr nur seine eigenen Server, sondern auch das darin steckende Silizium selbst passgenau entwerfen will. Vereinfacht wird die Sache dadurch, dass sich längst auch in der Chipindustrie Auftragsproduzenten im High End-Bereich angesiedelt haben.Wofür genau Facebook eigene Chips entwickeln will, ist derzeit noch nicht bekannt. Am Wahrscheinlichsten ist es hier natürlich, dass man die Effizienz der eigenen Datenzentren kräftig steigern will und Architekturen schafft, die sowohl hohe Transaktions-Zahlen von Webanwendungen als auch komplexe KI-Trainings bewältigen können. Zum Facebook-Konzern gehören aber auch Produkte, die eher auf den Endnutzer abzielen und mit eigenen Chips ausgestattet werden könnten - seien es die VR-Systeme von Oculus oder auch die eigenen smarten Lautsprecher, von denen Gerüchte sprechen.
Siehe auch: Facebook bläst Vorstellung eines eigenen smarten Lautsprechers ab
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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