Apple vor Gericht: Der Konzern soll mit AirPlay Patente verletzt haben

Der iPhone-Konzern Apple muss sich erneut mit einem Verletzungs­vorwurf in Bezug auf ein Patent auseinandersetzen. Dem Unternehmen Aqua Connect zufolge soll Apple eigene Patente verletzen, welche bereits zuvor angemeldet wurden. Neben offiziellen Ermittlungen fordert der Kläger nun auch Schadensersatz.
Bei Apples AirPlay handelt es sich um eine Schnittstelle, mit welcher Geräte des Herstellers das eigene Audiosignal an unterstützte Ausgabegeräte übermitteln können. Jetzt behauptet Aqua Connect, dass einige Teile des AirPlay-Systems schon zu einem früheren Zeitpunkt durch das Unternehmen selbst eingeführt wurden, bevor Apple diese auf den Markt gebracht hatte. Außerdem wurde jetzt die internationale Handelskommission der Vereinigten Staaten auf das Problem aufmerksam und hat selbst Untersuchungen eingeleitet.


Konkret habe Aqua Connect Bildschirmfreigabe- sowie Remote-Desktop-Dienste bereitgestellt und anschließend Patente auf die Features angemeldet, die Apple später verletzt haben soll. Die eigentliche Verletzung bezieht sich auf die Sitzungsverwaltung an Desktops. Schon 2008 hat das Unternehmen eine Komplettlösung für ein Remote-Desktop-Management am Mac angeboten. Während diese zunächst von Apple unterstützt wurde, soll der Konzern aus Cupertino die Techniken im späteren Verlauf unerlaubt für das eigene AirPlay verwendet haben.

Unternehmen fordert Schadensersatz

Laut CNet soll Aqua Connect jetzt Schadensersatz von Apple gefordert haben. Der Betrag ist jedoch noch nicht veröffentlicht worden. Derzeit bleibt der Ausgang der Untersuchung generell noch vollkommen unklar. Die US International Trade Commission (USITC) besitzt das Recht, Produkte vollständig vom Import in die Vereinigten Staaten auszuschließen. Hierfür wird allerdings zunächst eine gerichtliche Entscheidung benötigt.
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