Russische Hacker kapern NATO-Smartphones - mit eigenen Funkzellen
Eine ganze Reihe von Smartphones im Besitz von NATO-Soldaten sind in der letzten Zeit gehackt worden. Dahinter vermuten die Fachleute der beteiligten Militärs Angreifer aus Russland, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einen staatlichen Hintergrund haben.
Offiziell will die Regierung in Moskau natürlich nichts von entsprechenden Aktivitäten wissen oder gar in diese verwickelt sein. Allerdings wurden in der letzten Zeit recht gezielt die Smartphones von Soldaten diverser Streitkräfte angegriffen, die sich zur jeweiligen Zeit in Polen oder in den baltischen Staaten aufhielten.
Die meisten entsprechenden Angriffe waren ziemlich gut koordiniert. Und die Technik, die zur Durchführung der Attacken eingesetzt wurde, sei wesentlich ausgefeilter gewesen, als alles, was gemeinhin von normalen Kriminellen eingesetzt wird. Das berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf nicht näher benannte Quellen.
Im Ergebnis sind längst nicht nur Login-Daten zu verschiedenen Online-Diensten abhanden gekommen. Diese werden auch gezielt eingesetzt, um Informationen zu erlangen. Es soll bereits mehrere Fälle gegeben haben, in denen Militär-Angehörige von Fremden angesprochen wurden, die offensichtlich verschiedene persönliche Details aus dem Leben der Soldaten kannten. Das soll offensichtlich die Moral in den Truppen untergraben. Allerdings haben die betroffenen Einheiten in vielen Fällen bereits reagiert und entfernen beispielsweise die SIM-Karten in bestimmten Kernbereichen. Und im Einsatz dürfen private Smartphones ohnehin nicht mitgeführt werden.
Die meisten entsprechenden Angriffe waren ziemlich gut koordiniert. Und die Technik, die zur Durchführung der Attacken eingesetzt wurde, sei wesentlich ausgefeilter gewesen, als alles, was gemeinhin von normalen Kriminellen eingesetzt wird. Das berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf nicht näher benannte Quellen.
Lokale Funkzellen gefunden
Und hier geht es keineswegs darum, dass etwa von einem kleinen Datenzentrum aus Angriffe gefahren werden. Vielmehr wurden beispielsweise in Gegenden, in denen NATO-Truppen stationiert waren, IMSI-Catcher und ähnliche Systeme entdeckt. Diese spannen eigene kleine Funkzellen auf, in die sich die Mobiltelefone in der näheren Umgebung dann einloggen. Dies wird dann genutzt, um sich in den Datenverkehr einklinken zu können.Im Ergebnis sind längst nicht nur Login-Daten zu verschiedenen Online-Diensten abhanden gekommen. Diese werden auch gezielt eingesetzt, um Informationen zu erlangen. Es soll bereits mehrere Fälle gegeben haben, in denen Militär-Angehörige von Fremden angesprochen wurden, die offensichtlich verschiedene persönliche Details aus dem Leben der Soldaten kannten. Das soll offensichtlich die Moral in den Truppen untergraben. Allerdings haben die betroffenen Einheiten in vielen Fällen bereits reagiert und entfernen beispielsweise die SIM-Karten in bestimmten Kernbereichen. Und im Einsatz dürfen private Smartphones ohnehin nicht mitgeführt werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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