YouTubes neuer Musik-Chef: Wir zahlen viel mehr als Spotify

Musik, Noten, Nudeln Bildquelle: amonja / Flickr
Googles Videoplattform YouTube hat unter Musikern noch immer einen eher schlechten Ruf - im Wesentlichen aufgrund von Nachwirkungen der großen Auseinandersetzung um Urheberrechtsverletzungen. Der neue Musik-Chef YouTubes will mit dem negativen Image nun aber endlich Schluss machen.

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Lyor Cohen ist seit rund acht Monaten für die Verbindungen zwischen YouTube und der Musikbranche zuständig. Vorher arbeitete er unter anderem als Tour-Manager für den Rapper Run DMC. Da er also auf beiden Seiten zuhause ist, will er nach eigenen Angaben dafür sorgen, dass diese enger zusammenrücken. Denn nüchtern betrachtet, sei dies für alle von Vorteil.

Dafür müssen aber eben auch einige Vorurteile aus der Welt geschafft werden. Cohen führte aus, dass es beispielsweise eine recht verbreitete Ansicht ist, das YouTube wesentlich weniger zahle als beispielsweise Spotify. Das sei aber nicht der Fall. YouTube überweise in den USA mehr als 3 Dollar pro tausend Abrufe an die Musiker - "das ist mehr als bei jedem anderen werbefinanzierten Dienst", erklärte er.

Mehr Transparenz ist nötig

Bedarf sieht Cohen aber auch an einer intensiveren Aufklärung und mehr Transparenz. "Es ist nicht ausreichend, wenn wir von YouTube sagen, dass wir eine Milliarde Dollar aus den Werbeeinnahmen an die Musikindustrie überwiesen haben", führte er aus. Es sei auch notwendig, recht detailliert zu verdeutlichen, wie viel die Musiker mit der Werbefinanzierung im Vergleich zu Abonnements verdienen, wie sich das in den verschiedenen Regionen verhalte und wie sich die Umsätze in den USA gegenüber anderen Diensten entwickeln.

Grundsätzlich ist Cohen aber durchaus auch ein Freund von Abos. Werbung in einem Clip richte zwar die Musik nicht zu Grunde - letztlich ist es aber für die Nutzer angenehmer, werbefrei Musik hören zu können. Und für die Anbieter bedeutet dies letztlich auch planbarere Einnahmen. Cohen ist der Ansicht, dass Abo-Modelle, die bereits Milliarden-Umsätze machen, aktuell noch in den Kinderschuhen stecken.

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