Chef von Bitcoin-Börse Btc-e wegen Diebstahl und Geldwäsche verhaftet
In Griechenland wurde gestern der Chef der Bitcoin-Börse Btc-e verhaftet. Der Russe Alexander V. soll seinen Marktplatz nicht nur im großen Stil für Geldwäsche genutzt haben, sondern auch durch einen Bitcoin-Diebstahl für den Untergang der ehemaligen Bitcoin-Börse Mt.Gox verantwortlich sein.
Beim US-Justizministerium liegt seit gestern eine Anklage gegen den Alexander V. vor, in der von Geldwäsche und unerlaubten Finanzdienstleistungen, jedoch aber nicht die Rede von einem Bitcoin-Diebstahl bei Mt.Gox die Rede ist. Die auf den Fall von Mt.Gox spezialisierte Sicherheitsfirma Wizsec sieht in dem Russen aber klar den Verantwortlichen hinter dem Untergang des Bitcoin-Marktplatzes.
So hätten Hacker zwischen 2011 und 2013 die privaten Schlüssel von Mt.Gox kompromittiert und auf diese Art bis zu deren Untergang insgesamt 630.000 Bitcoins entwendet. Für Diebstähle an den Börsen Coinfloor und Bitcoinica soll Alexander V. ebenfalls mitverantwortlich sein. Alle Details zu dem Fall will Wizsec in einer mehrteiligen Artikelserie in den kommenden Tagen veröffentlichen.
Kann dem jetzt festgenommenen Russen Alexander V. der vollständige Diebstahl der Bitcoins nachgewiesen werden, dürfte sich das Verfahren erübrigen. Laut einem BBC-Bericht zur Festnahme von Alexander V. liegt bereits ein Auslieferungsantrag für eine Überstellung in die USA vor. Wo die Bitcoins letztlich geblieben sind, und ob sie von Alexander V. in eine andere Währung getauscht wurden ist bislang nicht vollkommen klar. Zum heutigen Kurs wären die Krypto-Münzen mittlerweile knapp eineinhalb Milliarden Euro wert.
So hätten Hacker zwischen 2011 und 2013 die privaten Schlüssel von Mt.Gox kompromittiert und auf diese Art bis zu deren Untergang insgesamt 630.000 Bitcoins entwendet. Für Diebstähle an den Börsen Coinfloor und Bitcoinica soll Alexander V. ebenfalls mitverantwortlich sein. Alle Details zu dem Fall will Wizsec in einer mehrteiligen Artikelserie in den kommenden Tagen veröffentlichen.
Entlastung für Mt.Gox-Gründer
Die Bitcoin-Börse Mt.Gox war einst der wichtigste Marktplatz für die boomende Kryptowährung gewesen. Der einstige Chef von Mt.Gox, Mark Karpeles, ist über die Festnahme von Alexander V. sichtlich glücklich, wie ein gestern geteilter Tweet verdeutlicht. Gegen ihn läuft in Japan immer noch ein Verfahren wegen Betrugsdelikten und Diebstahl im Zusammenhang mit dem Untergang von Mt.Gox. Dabei wird Karpeles selbst vorgeworfen, für das Verschwinden der Bitcoins von seinem Marktplatz verantwortlich zu sein.Kann dem jetzt festgenommenen Russen Alexander V. der vollständige Diebstahl der Bitcoins nachgewiesen werden, dürfte sich das Verfahren erübrigen. Laut einem BBC-Bericht zur Festnahme von Alexander V. liegt bereits ein Auslieferungsantrag für eine Überstellung in die USA vor. Wo die Bitcoins letztlich geblieben sind, und ob sie von Alexander V. in eine andere Währung getauscht wurden ist bislang nicht vollkommen klar. Zum heutigen Kurs wären die Krypto-Münzen mittlerweile knapp eineinhalb Milliarden Euro wert.
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