Vorwurf: Google soll gewünschte Forschungsergebnisse erkauft haben
In den USA wird aktuell der Vorwurf gegen den Suchmaschinenkonzern Google erhoben, akademische Studien finanziert zu haben, deren Ergebnisse dann günstig für das Unternehmen waren. Google selbst reagiert mit einer vergleichsweise harschen Antwort und sieht darin eine Kampagne eines Konkurrenten.
Infografik: Google, die Miliarden-Marke
Hinter den Recherchen, nach denen verschiedene Akademiker mit Google-Geldern versorgt wurden, steht eine nichtkommerzielle Organisation namens Campaign for Accountability. Auf diese beruft sich das renommierte Wall Street Journal, das die vermeintlich unsauberen Methoden jetzt thematisierte. Es geht in erster Linie darum, dass Ökonomen und andere Wissenschaftler Gutachten und Untersuchungen mit Ergebnissen veröffentlichten, die wettbewerbsrechtliche Fragen und politische Vorstöße für eine Regulierung des Marktes in einer Weise beantworteten, die im Sinne Googles ausfielen.
Sollte dem so sein, wäre das nicht einfach für den Konzern ein Problem in seiner Lobbyarbeit. Viel stärker wäre der negative Effekt auf die generelle Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Untersuchungen in dem Bereich. Im Konkreten wird unter anderem eine Studie des Jura-Professors Daniel Crane von der University of Michigan erwähnt, die eine stärkere Regulierung von Internet-Suchmaschinen als nicht zielführend hinstellte. Dieser soll von Google finanziell unterstützt worden sein.
Google erklärte in einer Stellungnahme, dass man zwar zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen finanziell unterstütze, aber keinesfalls Gefälligkeits-Studien bezahle. Dabei sei man außerdem bestrebt, mit möglichst umfassender Transparenz öffentlich zu machen, wohin und mit welchem Zweck Drittmittel geflossen sind. Laut Google tue die Campaign for Accountability genau dies selbst aber nicht - die Sponsoren der Organisation würden schlicht verschwiegen. Es sei aber vor einiger Zeit bekannt geworden, dass zu diesen unter anderem Oracle gehöre - also ein Unternehmen, das schon länger auf verschiedenen Ebenen gegen Google schießt.
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Infografik: Google, die Miliarden-Marke
Hinter den Recherchen, nach denen verschiedene Akademiker mit Google-Geldern versorgt wurden, steht eine nichtkommerzielle Organisation namens Campaign for Accountability. Auf diese beruft sich das renommierte Wall Street Journal, das die vermeintlich unsauberen Methoden jetzt thematisierte. Es geht in erster Linie darum, dass Ökonomen und andere Wissenschaftler Gutachten und Untersuchungen mit Ergebnissen veröffentlichten, die wettbewerbsrechtliche Fragen und politische Vorstöße für eine Regulierung des Marktes in einer Weise beantworteten, die im Sinne Googles ausfielen.
Sollte dem so sein, wäre das nicht einfach für den Konzern ein Problem in seiner Lobbyarbeit. Viel stärker wäre der negative Effekt auf die generelle Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Untersuchungen in dem Bereich. Im Konkreten wird unter anderem eine Studie des Jura-Professors Daniel Crane von der University of Michigan erwähnt, die eine stärkere Regulierung von Internet-Suchmaschinen als nicht zielführend hinstellte. Dieser soll von Google finanziell unterstützt worden sein.
Google dreht den Spieß um
Crane bestätigte durchaus, dass Drittmittel für das Institut an dem er tätig ist, auch von Seiten Googles geflossen seien. Diese hätten jedoch keine Auswirkungen auf die fragliche Arbeit gehabt. Auch in anderen Fällen ging es im Grunde nie darum, dass Google direkt Gelder in die Arbeit zu den genannten Untersuchungen gesteckt hätte. Meist wird eine Verbindung über die Drittmittel gezogen, die Forschungseinrichtungen im Grunde für jedes Forschungsprojekt einwerben müssen. In einem Fall geht es aber beispielsweise auch darum, dass ein Akademiker Gutachten zu Patentfragen geschrieben hatte, der in einer anderen Sache mit einem Google-Sponsoring auf einer Konferenz tätig war.Google erklärte in einer Stellungnahme, dass man zwar zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen finanziell unterstütze, aber keinesfalls Gefälligkeits-Studien bezahle. Dabei sei man außerdem bestrebt, mit möglichst umfassender Transparenz öffentlich zu machen, wohin und mit welchem Zweck Drittmittel geflossen sind. Laut Google tue die Campaign for Accountability genau dies selbst aber nicht - die Sponsoren der Organisation würden schlicht verschwiegen. Es sei aber vor einiger Zeit bekannt geworden, dass zu diesen unter anderem Oracle gehöre - also ein Unternehmen, das schon länger auf verschiedenen Ebenen gegen Google schießt.
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