Made in India: Apple beginnt mit Produktion des iPhone SE in Indien
Der Computerkonzern Apple hat begonnen, die Produktion des iPhone in Indien vorzubereiten. Ab sofort beginnt das Unternehmen in Zusammenarbeit mit einem Vertragsfertiger mit Probeläufen für die Fertigung des iPhone SE in einem Werk im Süden des Subkontinents mit seinen hunderten Millionen Einwohnern.
Wie die Zeitung Indian Express berichtet, hat Apple in den letzten Wochen bereits erste Tests durchgeführt, um die Produktion des iPhone SE in einem Werk im südindischen Bundesstaat Karnataka vorzubereiten. Noch im Mai sollen die ersten Geräte an Kunden ausgeliefert werden. Es ist das erste Mal, dass Apple außerhalb von China iPhones baut.
Dem Bericht zufolge baut der taiwanische Vertragsfertiger Wistron in einem Werk in Karnataka seit kurzem begrenzte Mengen des iPhone SE. Ein Sprecher bestätigte, dass zunächst kleinere Stückzahlen von den Bändern laufen, die aber auch schon an Kunden verkauft und noch in diesem Monat ausgeliefert werden sollen.
In Kürze dürfte dann die Massenproduktion anlaufen, wobei noch offen ist, wie viele iPhone SE Apple dann pro Monat für den indischen Markt bauen will. Offen ist auch, ob ein Vertrieb außerhalb von Indien möglich wäre. Apple verschafft sich durch die teilweise Verlagerung der Produktion nach Indien nicht nur steuerliche Vorteile.
Bisher sind iPhones in Indien relativ teuer und somit für den Großteil der Bevölkerung kaum erschwinglich. Das iPhone SE kostet dort in der Variante mit 32 GB internem Flash-Speicher umgerechnet knapp 380 Euro - und ist damit genauso teuer wie in Deutschland. Sollten die Amerikaner ihr Gerät in Indien tatsächlich deutlich günstiger anbieten können, würde die Zahl der Käufer sicherlich in die Höhe schnellen.
Aktuell tut sich Apple wegen der hohen Preise im indischen Markt noch recht schwer. Während Konkurrenten wie Xiaomi, Oppo, Motorola und natürlich Samsung den Markt unter sich aufteilen, dümpelt Apples Marktanteil bei Smartphones dort bei nur rund drei Prozent. Zwar kann man im kleinen Premium-Markt mit rund 43 Prozent ganz gut mit Samsungs 48 Prozent Marktanteil mithalten, auf den Gesamtmarkt betrachtet, sind die Stückzahlen in diesem Segment aber sehr klein.
Sollte Apple einen größeren Anteil des mit mehr als einer Milliarde Einwohnern riesigen indischen Marktes erreichen können, hätte das Unternehmen die Chance, dort zig Millionen Geräte abzusetzen. Allein im ersten Quartal 2017 - also in den ersten drei Monaten des Jahres - wurden dort immerhin 29 Millionen Smartphones verkauft.
Dem Bericht zufolge baut der taiwanische Vertragsfertiger Wistron in einem Werk in Karnataka seit kurzem begrenzte Mengen des iPhone SE. Ein Sprecher bestätigte, dass zunächst kleinere Stückzahlen von den Bändern laufen, die aber auch schon an Kunden verkauft und noch in diesem Monat ausgeliefert werden sollen.
In Kürze dürfte dann die Massenproduktion anlaufen, wobei noch offen ist, wie viele iPhone SE Apple dann pro Monat für den indischen Markt bauen will. Offen ist auch, ob ein Vertrieb außerhalb von Indien möglich wäre. Apple verschafft sich durch die teilweise Verlagerung der Produktion nach Indien nicht nur steuerliche Vorteile.
Steuernachlässe und riesiges Potenzial lockten Apple nach Indien
So profitiert das Unternehmen vermutlich von Nachlässen auf die für den Import von Bauteilen anfallenden Steuern. Dadurch könnten die in Indien gefertigen iPhone SE-Modelle nach ersten Schätzungen bis zu 100 US-Dollar günstiger in den örtlichen Handel kommen als die bisher importierten Geräte. Gleichzeitig erhofft sich Apple aber auch, die Verkaufszahlen in Indien kräftig steigern zu können.Bisher sind iPhones in Indien relativ teuer und somit für den Großteil der Bevölkerung kaum erschwinglich. Das iPhone SE kostet dort in der Variante mit 32 GB internem Flash-Speicher umgerechnet knapp 380 Euro - und ist damit genauso teuer wie in Deutschland. Sollten die Amerikaner ihr Gerät in Indien tatsächlich deutlich günstiger anbieten können, würde die Zahl der Käufer sicherlich in die Höhe schnellen.
Aktuell tut sich Apple wegen der hohen Preise im indischen Markt noch recht schwer. Während Konkurrenten wie Xiaomi, Oppo, Motorola und natürlich Samsung den Markt unter sich aufteilen, dümpelt Apples Marktanteil bei Smartphones dort bei nur rund drei Prozent. Zwar kann man im kleinen Premium-Markt mit rund 43 Prozent ganz gut mit Samsungs 48 Prozent Marktanteil mithalten, auf den Gesamtmarkt betrachtet, sind die Stückzahlen in diesem Segment aber sehr klein.
Sollte Apple einen größeren Anteil des mit mehr als einer Milliarde Einwohnern riesigen indischen Marktes erreichen können, hätte das Unternehmen die Chance, dort zig Millionen Geräte abzusetzen. Allein im ersten Quartal 2017 - also in den ersten drei Monaten des Jahres - wurden dort immerhin 29 Millionen Smartphones verkauft.
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