Spezialauftrag: Microsoft schützt Schach-Weltmeister vor den Russen
Der Software-Konzern Microsoft arbeitet derzeit an einer recht ungewöhnlichen Aufgabe: Es gilt, die Vorbereitung des amtierenden Schachweltmeisters Magnus Carlsen vor Spionage zu schützen. Dieser wird in dieser Woche seinen Titel gegen den Russen Sergey Karjakin verteidigen müssen.
Carlsen hatte sich an Microsoft gewandt, da er befürchtet, dass russische Hacker versuchen werden, seine Vorarbeit zu der Begegnung auszukundschaften. Denn Karjakin, der den Krim-Kurs unterstützt und 2009 zur russischen Staatsbürgerschaft wechselte, gilt als Liebling des russischen Präsidenten Vladimir Putin und ein Sieg auf seiner Seite würde durchaus gut in dessen Propaganda hineinpassen.
In der letzten Zeit gab es eine ganze Reihe von Spionage-Aktivitäten, hinter denen russische Angreifer vermutet werden. Und die Vorbereitung von Schachmeistern auf prestigeträchtige Duelle wäre durchaus ein sehr lohnenswertes Ziel. "Das Element der Überraschung ist beim Schach extrem wichtig, erklärte Vibeke Hansen von Microsoft Norwegen gegenüber der britischen Zeitung The Telegraph.
Denn es ist keineswegs so, dass sich die Schach-Profis heutzutage lediglich einige zurückliegende Partien ihres nächsten Gegners ansehen, bevor sie sich ans Brett setzen. Eine ganze Reihe von Helfern beschäftigt sich im Vorfeld mit der Analyse des Kontrahenten. Und es ist natürlich auch eine Menge Rechenleistung im Spiel - nicht nur bei der Analyse, sondern auch für die Durchführung von Trainings-Spielen, für die die Spielweise des kommenden Gegners möglichst gut simuliert wird. Ein ganzer Stab arbeitet über Monate hinweg an einem Duell der Spitzenklasse.
Microsoft Norwegen hat daher Einiges in Bewegung gesetzt, um die Kommunikationskanäle und die Kollaborations-Tools der Leute um Carlsen vor Angreifern zu schützen. Das Team absolvierte die letzte Phase der Vorbereitung aktuell in der Karibik - und das Einzige, was von dort nach außen drang, war, dass Carlsen dort viel Basketball spielt, um sich etwas von der konzentrierten Arbeit abzulenken.
Carlsen wird als "Mozart des Schachs" bezeichnet. Der Norweger ist gerade einmal 25 Jahre alt und steht schon seit fünf Jahren ununterbrochen an der Spitze der Weltrangliste. Laut verschiedenen Experten ist er nicht unbedingt ein Spitzenspieler, wenn es darum geht, das beste aus der konkreten Situation herauszuholen. Stattdessen hat er ein extrem hohes intuitives Verständnis der größeren Entwicklung einer Partie und arbeitet oft mit Zügen, die aktuell gerade gut genug sind, um ein längerfristiges Ziel zu erreichen. Das macht es für den Gegner auch extrem schwer, erfolgreiche Angriffspunkte zu finden.
Download Lucas Chess - Funktionales Schachspielprogramm
In der letzten Zeit gab es eine ganze Reihe von Spionage-Aktivitäten, hinter denen russische Angreifer vermutet werden. Und die Vorbereitung von Schachmeistern auf prestigeträchtige Duelle wäre durchaus ein sehr lohnenswertes Ziel. "Das Element der Überraschung ist beim Schach extrem wichtig, erklärte Vibeke Hansen von Microsoft Norwegen gegenüber der britischen Zeitung The Telegraph.
Denn es ist keineswegs so, dass sich die Schach-Profis heutzutage lediglich einige zurückliegende Partien ihres nächsten Gegners ansehen, bevor sie sich ans Brett setzen. Eine ganze Reihe von Helfern beschäftigt sich im Vorfeld mit der Analyse des Kontrahenten. Und es ist natürlich auch eine Menge Rechenleistung im Spiel - nicht nur bei der Analyse, sondern auch für die Durchführung von Trainings-Spielen, für die die Spielweise des kommenden Gegners möglichst gut simuliert wird. Ein ganzer Stab arbeitet über Monate hinweg an einem Duell der Spitzenklasse.
"Mozart des Schachs"
Es wäre natürlich fatal, wenn es Unterstützern des kommenden Gegners gelänge, vor dem Turnier Einblick in die Vorbereitung zu bekommen. Das gilt sowohl für die Erkenntnisse aus der Analyse als auch die Vorbereitung auf die eigene Strategie, mit der das kommende Spiel angegangen werden soll. Und in Zeiten des Internets ist die Kommunikation des großen Teams natürlich besonders gefährdet.Microsoft Norwegen hat daher Einiges in Bewegung gesetzt, um die Kommunikationskanäle und die Kollaborations-Tools der Leute um Carlsen vor Angreifern zu schützen. Das Team absolvierte die letzte Phase der Vorbereitung aktuell in der Karibik - und das Einzige, was von dort nach außen drang, war, dass Carlsen dort viel Basketball spielt, um sich etwas von der konzentrierten Arbeit abzulenken.
Carlsen wird als "Mozart des Schachs" bezeichnet. Der Norweger ist gerade einmal 25 Jahre alt und steht schon seit fünf Jahren ununterbrochen an der Spitze der Weltrangliste. Laut verschiedenen Experten ist er nicht unbedingt ein Spitzenspieler, wenn es darum geht, das beste aus der konkreten Situation herauszuholen. Stattdessen hat er ein extrem hohes intuitives Verständnis der größeren Entwicklung einer Partie und arbeitet oft mit Zügen, die aktuell gerade gut genug sind, um ein längerfristiges Ziel zu erreichen. Das macht es für den Gegner auch extrem schwer, erfolgreiche Angriffspunkte zu finden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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