Google & Microsoft: Kein Freibrief für Mail-Überwachung wie bei Yahoo

Logo, Suchmaschine, Yahoo Bildquelle: Yahoo
Microsoft und Google haben nach Bekanntwerden des E-Mail-Skandals bei Yahoo klargestellt, dass sie den amerikanischen Behörden zu keinem Zeitpunkt einen ähnlich unbeschränkten Zugriff auf die Mails ihrer Nutzer gewährt haben. Zuvor war bekannt geworden, dass Yahoo dem FBI und anderen US-Behörden sogar ein Tool zum Durchsuchen aller Mails der Nutzer von Yahoo! Mail zur Verfügung gestellt hatte.
Gegenüber dem US-Fernsehsender CNBC ließen sowohl Microsoft als auch Google verlauten, dass es für sie nicht im Entferntesten in Frage käme, auf Anfrage der Behörden ein Durchsuchen aller E-Mails auf den Servern ihrer Webmail-Dienste Outlook beziehungsweise Gmail zuzulassen. Yahoo hatte die Inhalte von hunderten Millionen E-Mail-Konten auf Anfrage der amerikanischen Sicherheitsbehörden durchsucht, nachdem diese dies auf Grundlage einer geheimen Anordnung der US-Regierung gefordert hatten, meldete zuvor die Nachrichtenagentur Reuters.

"Wir haben niemals im Geheimen den E-Mail-Verkehr gescannt, wie es jüngst im Fall von Yahoo gemeldet wurde", hieß es in einer Stellungnahme von Microsoft. "Wir haben nie eine entsprechende Anfrage erhalten, doch wenn dies der Fall sein sollte, würde unsere Antwort simpel sein: auf keinen Fall", erklärte ein Vertreter von Google auf Anfrage des Senders.

Laut dem Bericht von Reuters, der sich auf die Angaben von zwei früheren Mitarbeitern von Yahoo und einer dritten mit der Situation vertrauten Person stützt, hatte Yahoo hunderte Millionen Accounts durchsucht. Das Unternehmen hatte angeblich ein spezielles Tool entwickelt, das alle eingehenden Mails auf bestimmte Schlagwörter überwachte, die von den US-Geheimdiensten vorgegeben wurden.

Yahoo hatte den Bericht zunächst nicht bestätigt, sondern lediglich erklärt, dass man als Unternehmen die geltenden Gesetze einhalte und sich nach der US-Gesetzgebung richte. Aktuell läuft noch immer der Prozess der Übernahme von Yahoo durch den US-Mobilfunkanbieter Verizon, der rund fünf Milliarden Dollar für das Unternehmen zahlt. Erst vor kurzem gestand Yahoo ein, dass schon 2014 die Zugangsdaten von mehr als 200 Millionen Nutzerkonten in die Hände von Unbefugten geraten waren. Logo, Suchmaschine, Yahoo Logo, Suchmaschine, Yahoo Yahoo
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