YouTuber bekommen bei Löschanfragen jetzt Google-Anwälte gestellt
Die Videoplattform YouTube will es jetzt nicht länger hinnehmen, dass insbesondere die Musikindustrie Inhalte quasi nach dem Gießkannen-Prinzip löschen lässt. Für die Uploader ausgewählter Videos soll es zukünftig Rechtshilfe von der Google-Tochter geben.
Infografik: 10 Jahre YouTube
Das Unternehmen hat viele Jahre juristischer Auseinandersetzungen mit den Rechteinhabern hinter sich. Dabei war man meist damit beschäftigt, neue Angriffe abzuwehren und Lösungen zu finden, die nicht dazu führen, dass man zu hohen Schadensersatzzahlungen verurteilt wird. Das führte in vielen Fällen aber auch zu Frust bei den Nutzern und nun sieht man offenbar die Zeit gekommen, um auch mal zurückzuschlagen.
Denn die Rechteinhaber schauen selbst nicht so genau hin. Algorithmen suchen die Videoplattform ständig nach Mustern von Musik ab, die geschützt ist, und lassen sofort löschen. Da eine rechtliche Abwägung der Situation im Grunde nie stattfindet, werden so auch zahlreiche Inhalte wieder entfernt, die nach den US-Urheberrechtsgesetzen völlig unproblematisch sind.
Dies gilt beispielsweise für Clips, in denen zwar geschützte Musik zu hören ist, deren Verwendung aber durch die im Gesetz festgeschriebenen Fair-Use-Regeln legitimiert wird. Das gilt beispielsweise, wenn der Ausschnitt eines Songs quasi als Zitat im Zuge einer Berichterstattung über die Musik eines Künstlers gespielt wird oder es sich um Parodien handelt.
Einer der ersten Nutznießer wird Constantine Guiliotis sein, der den YouTube-Channel "UFO Theater" betreibt. Dieser setzt sich in seinen Beiträgen kritisch mit angeblichen UFO-Sichtungen auseinander. Dafür zieht er häufig auch Videos hinzu, die durch das Netz geistern und vermeintliche Besucher von anderen Sternen zeigen sollen. Diese werden kritisch analysiert und in der Regel als Fälschung enttarnt. Musik, die in den Fundstücken zu hören war, brachten ihm bereits drei Löschanforderungen ein, gegen die jetzt vor Gericht vorgegangen werden soll.
Infografik: 10 Jahre YouTube
Das Unternehmen hat viele Jahre juristischer Auseinandersetzungen mit den Rechteinhabern hinter sich. Dabei war man meist damit beschäftigt, neue Angriffe abzuwehren und Lösungen zu finden, die nicht dazu führen, dass man zu hohen Schadensersatzzahlungen verurteilt wird. Das führte in vielen Fällen aber auch zu Frust bei den Nutzern und nun sieht man offenbar die Zeit gekommen, um auch mal zurückzuschlagen.
Denn die Rechteinhaber schauen selbst nicht so genau hin. Algorithmen suchen die Videoplattform ständig nach Mustern von Musik ab, die geschützt ist, und lassen sofort löschen. Da eine rechtliche Abwägung der Situation im Grunde nie stattfindet, werden so auch zahlreiche Inhalte wieder entfernt, die nach den US-Urheberrechtsgesetzen völlig unproblematisch sind.
Dies gilt beispielsweise für Clips, in denen zwar geschützte Musik zu hören ist, deren Verwendung aber durch die im Gesetz festgeschriebenen Fair-Use-Regeln legitimiert wird. Das gilt beispielsweise, wenn der Ausschnitt eines Songs quasi als Zitat im Zuge einer Berichterstattung über die Musik eines Künstlers gespielt wird oder es sich um Parodien handelt.
Den Konflikt austragen
Die Uploader haben oft keine Chance, sich gegen die Löschung zu wehren - denn kaum ein YouTuber verfügt über die finanziellen Mittel, sich auf eine rechtliche Auseinandersetzung mit den großen Medienkonzernen einzulassen. Daher kündigten die Betreiber der Plattform nun an, mit den ihnen eigenen Ressourcen einzugreifen. Nicht alle, aber immerhin ausgewählte Nutzer bekommen also zukünftig Anwälte von Google zur Seite gestellt, die den jeweiligen Prozess notfalls bis zu einem abschließenden Gerichtsurteil durchfechten sollen.Einer der ersten Nutznießer wird Constantine Guiliotis sein, der den YouTube-Channel "UFO Theater" betreibt. Dieser setzt sich in seinen Beiträgen kritisch mit angeblichen UFO-Sichtungen auseinander. Dafür zieht er häufig auch Videos hinzu, die durch das Netz geistern und vermeintliche Besucher von anderen Sternen zeigen sollen. Diese werden kritisch analysiert und in der Regel als Fälschung enttarnt. Musik, die in den Fundstücken zu hören war, brachten ihm bereits drei Löschanforderungen ein, gegen die jetzt vor Gericht vorgegangen werden soll.
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