Surface Pro 4 Teardown: Geringe Reparierbarkeit, kleinerer Akku & mehr

Ifixit, Teardown, Microsoft Surface Pro 4 Bildquelle: iFixit
Die Spezialisten des Werkzeuganbieters iFixit haben sich nun auch das neue Microsoft Surface Pro 4 vorgeknöpft und auseinandergenommen. Dabei stellten sie fest, dass das neue Microsoft-Tablet mit Windows 10 zwar etwas leichter zu reparieren ist als der Vorgänger, aber noch immer kaum zu zerlegen.
iFixit hat wie üblich einen mit diversen Bildern versehenen Teardown-Artikel veröffentlicht, bei dem man nicht nur prüfte, wie leicht das neue Microsoft-Tablet auseinanderzunehmen ist, sondern auch eine Bewertung der Reparierbarkeit vornahm - und die aufwändigen Scharniere des frei justierbaren Klappständers mit Röntgenstrahlen durchleuchtet hat. Microsoft Surface Pro 4 im iFixit TeardownDie Kupfer-Heatpipe hält das Surface Pro 4 besser kühl als den Vorgänger Zuallererst stellten die Teardown-Spezialisten fest, dass das Surface Pro 4 wie sein Vorgänger wieder eine "klebrige" Angelegenheit ist. Microsofts Vertragsfertiger setzt im großen Stil Klebstoffe zur Befestigung der Komponenten ein, so dass zur Öffnung des Tablets erst einmal Wärme nötig ist, um diesen zu lösen. Nur so lässt sich die Kombination aus Display und Cover-Glas entfernen, um auf das darunterliegende Innenleben zuzugreifen.
Microsoft Surface Pro 4 im iFixit TeardownDas Surface Pro 4 in Einzelteilen Microsoft Surface Pro 4 im iFixit TeardownAuch die Scharniere des Ständers wurden durchleuchtet
Egal welche Reparaturen nötig sind, das Display muss runter. Immerhin kommt offenbar ein weniger stark haftendes Material zum Einsatz, so dass die Entfernung des Bildschirms etwas leichter geworden sein soll. Kommt es zu einem Bruch des Display-Glases, muss der Bildschirm gleich mitgetauscht werden, denn beide Teile sind als untrennbare Einheit gefertigt - nur so wird die sehr dünne Bauweise des Geräts möglich. Microsoft Surface Pro 4 im iFixit TeardownDie SSD ist wohl die einzige leicht austauschbare Komponente Ist man einmal ins Innere vorgestoßen, ist die SSD recht leicht aus ihrem PCIe-Steckplatz zu entfernen und kann somit einfach gegen ein größeres oder anderes Modell ausgetauscht werden. Beim Akku wird es wiederum schwierig, denn dieser ist zwar nicht durch Lötstellen mit dem Mainboard verbunden, aber wieder mit starkem Klebstoff in das Gehäuse eingeklebt. Wer hier Hitze einsetzt, um den Kleber zu lösen, lebt durch die Möglichkeit eines Brandes gefährlich.

Soll das Display getauscht werden, muss man mit dem proprietären Konnektor klarkommen, der diesen Vorgang zusätzlich erschwert. Ein Blick ins Innenleben zeigt unter anderem, wie Microsoft bei dem zur Zerlegung verwendeten Basis-Modell des Surface Pro 4 mit Intel Core M-SoC den bei den mit Core i-SoCs ausgerüsteten Modellen verwendeten Lüfter einfach weglässt - an seiner Stelle klafft einfach ein Loch. Auch die große Heatpipe ist zu sehen, welche die Abwärme der neuen "Skylake"-Prozessoren anscheinend wirklich effektiv abführen kann, wie sich in ersten Testberichten aus den USA zeigte.

Außerdem verrät der Teardown, dass Microsoft hier die im Zuge der Übernahme des israelischen Unternehmens N-Trig aufgekaufte Digitizer-Technik aus "eigener" Produktion weiter nutzt. Hinzu kommt, dass auch die um rund neun Prozent gesunkene Kapazität des Akkus mit seinen 5087mAh bzw. 38,2 Wattstunden belegt ist. Dennoch dürfte das neue Surface Pro 4 im Vergleich zum Vorgänger etwas längere Laufzeiten erreichen, was vor allem auf die neuen Intel-SoCs zurückzuführen ist.

Microsoft Surface Pro 4 im iFixit TeardownMicrosoft Surface Pro 4 im iFixit TeardownMicrosoft Surface Pro 4 im iFixit TeardownMicrosoft Surface Pro 4 im iFixit Teardown

Letztlich legten sich die Teardown-Ingenieure von iFixit auf eine Punktzahl von 2 von 10 auf ihrer Skala für die Repaturfreundlichkeit fest - ein Punkt mehr als beim Vorgänger, doch noch immer eine echte Herausforderung, wenn es darum geht, Hand an das Surface Pro 4 zu legen. Ifixit, Teardown, Microsoft Surface Pro 4 Ifixit, Teardown, Microsoft Surface Pro 4 iFixit
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