Bankkonten leergeräumt: Telekom gab Ersatz-SIMs an Kriminelle aus

Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Flagge, Telekommunikationsunternehmen Bildquelle: Telekom
Eine Reihe von Mobilfunkkunden der Deutschen Telekom war in den letzten Tagen auf einmal hohe Geldbeträge los. In Dutzenden Fällen sollen sich Betrüger Zugang zu den Online-Banking-Accounts und zu Mobilgeräten verschafft haben, was ihnen letztlich die Überweisung der Beträge auf eigene Konten ermöglichte.

Infografik: So viele Deutsche/Europäer nutzen Online-BankingSo viele Deutsche/Europäer nutzen Online-Banking
Nach Informationen, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen, geht es bei der Sache inzwischen um einen Gesamtschaden im Millionen-Euro-Bereich. Denn wenn erst einmal Zugang zum Konto bestand und ausreichend Guthaben vorhanden war, wurden gern auch gleich einmal fünfstellige Beträge abgebucht. Die Täter gingen dabei deutlich aufwändiger vor als bei bisherigen vergleichbaren Fällen.

In der Vergangenheit gelangen Angriffe auf das Online-Banking, das durch das mTAN-Verfahren geschützt wird, vor allem dann, wenn man Malware sowohl auf dem PC als auch dem Mobiltelefon eines Opfers unterbekam. So konnte man erst das Login zum Online-Banking auskundschaften und anschließend die TAN, die dem Nutzer per SMS geschickt wurde. Teilweise bestellten Täter auch Ersatz für eine angeblich verlorene SIM-Karte an neue Adressen.

Im aktuellen Fall genügte allerdings ein Spionage-Trojaner auf den PCs der Betroffenen. Denn wenn es den Tätern gelang, in den Besitz der Zugangsdaten zum Konto zu kommen, holten sie sich eine SIM-Karte mit der entsprechenden Telefonnummer direkt bei der Telekom ab. Um dies zu schaffen, tarnten sie sich als Mitarbeiter eines Mobilfunk-Shops, mit dem die Telekom zusammenarbeitet.

Bei dem Konzern fiel das zunächst niemandem auf, der für die Kooperationen zuständig war. Inzwischen aber, so hieß es, habe man die Identifikations-Maßnahmen offizieller Handelspartner verschärft, so dass die Masche nicht mehr funktionieren dürfte.

Für einige Nutzer ist nun aber ein ordentlicher Schaden entstanden. Bei einem Kunden der Postbank erbeuteten die Angreifer beispielsweise über 30.000 Euro, die in mehreren Schritten vom Konto abgebucht wurden. Die Bank will den Schaden erst einmal erstatten. Wer letztlich dafür aufkommen muss, ist noch ungeklärt. Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Isp Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Isp Deutsche Telekom
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