Telekom-Konkurrenten: DSL-Vectoring ist eine Glasfaser-Ausbau-Bremse
Die kleineren Wettbewerber der Deutschen Telekom machen gegen einen Vertrag mobil, mit dem sich der Staatskonzern ein exklusives Recht für den Vectoring-Ausbau um zahlreiche Hauptverteiler herum sichern will. Dabei agiere das Unternehmen mit Zahlen, die nach Ansicht der Konkurrenz wenig glaubwürdig sind.
Einen entsprechenden Antrag hatte die Telekom zum Jahresbeginn bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Demnach würde der Konzern eine Investitionszusage abgeben, die bei rund einer Milliarde Euro liegt. Damit sollen in näherem Umfeld rund um die Hauptverteiler "weitere 5,9 Millionen Haushalte" mit schnelleren Internet-Anbindungen versorgt werden.
Laut dem Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO), in dem die Wettbewerber organisiert sind, werden aktuell schon nur 6,4 Prozent der fraglichen Haushalte in der Umgebung der Hauptverteiler versorgt. Demnach könnten es eigentlich schon etwa 70 Prozent sein. Die immer wieder aufgeführte Begründung, dass in vielen Fällen der Ausbau nicht wirtschaftlich zu machen sei, da die Verteiler im ländlichen Raum liegen, lässt man hier nicht gelten. Denn es seien nur etwa 17 Prozent aller bundesweit 41.500 Hauptverteiler, auf die das zutrifft.
Doch selbst wenn die Telekom ihre Zusagen einhält und das Umfeld jeweils mit den angekündigten Bandbreiten versorgt, wären ein entsprechendes Abkommen problematisch. Denn der Konzern würde dann eine Reihe von Breitband-Inseln rund um die Hauptverteiler einrichten und viele andere Haushalte blieben außen vor. Die Konkurrenz könnte dann an diesen Stellen nicht mit eigenen Ausbau-Plänen vorangehen.
Laut dem BREKO wäre es hingegen besser - da nachhaltig und zukunftssicher - statt DSL-Vectoring Glasfaserleitungen bis ins Haus (FTTB) oder bis in die Wohnung (FTTH). Das ist zwar im Ansatz etwas aufwändiger, ließe aber von den Hauptverteilern ausgehend technisch den Spielraum, dass mehrere Anbieter an einem Ort aktiv werden. Seitens der Telekom winkt man hingegen ab: Die BREKO-Firmen könnten heute schon Glasfasern verlegen - doch in Sachen FTTH-Ausbau passiere von dieser Seite aus kaum etwas.
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Laut dem Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO), in dem die Wettbewerber organisiert sind, werden aktuell schon nur 6,4 Prozent der fraglichen Haushalte in der Umgebung der Hauptverteiler versorgt. Demnach könnten es eigentlich schon etwa 70 Prozent sein. Die immer wieder aufgeführte Begründung, dass in vielen Fällen der Ausbau nicht wirtschaftlich zu machen sei, da die Verteiler im ländlichen Raum liegen, lässt man hier nicht gelten. Denn es seien nur etwa 17 Prozent aller bundesweit 41.500 Hauptverteiler, auf die das zutrifft.
Doch selbst wenn die Telekom ihre Zusagen einhält und das Umfeld jeweils mit den angekündigten Bandbreiten versorgt, wären ein entsprechendes Abkommen problematisch. Denn der Konzern würde dann eine Reihe von Breitband-Inseln rund um die Hauptverteiler einrichten und viele andere Haushalte blieben außen vor. Die Konkurrenz könnte dann an diesen Stellen nicht mit eigenen Ausbau-Plänen vorangehen.
Laut dem BREKO wäre es hingegen besser - da nachhaltig und zukunftssicher - statt DSL-Vectoring Glasfaserleitungen bis ins Haus (FTTB) oder bis in die Wohnung (FTTH). Das ist zwar im Ansatz etwas aufwändiger, ließe aber von den Hauptverteilern ausgehend technisch den Spielraum, dass mehrere Anbieter an einem Ort aktiv werden. Seitens der Telekom winkt man hingegen ab: Die BREKO-Firmen könnten heute schon Glasfasern verlegen - doch in Sachen FTTH-Ausbau passiere von dieser Seite aus kaum etwas.
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